In der ägyptischen Provinz Scharqiyya wurde eine kolossale Pharaonenstatue aus reinem Granit entdeckt.

In Tell Faroun, im östlichen Nildelta, entdeckten Archäologen eine kolossale Statue aus reinem Granit. Die Statue ist 2,20m groß und soll etwa fünfeinhalb Tonnen wiegen. Leider ist sie in keinem guten Zustand. Die Bildnisse sind verwittert und es fehlt der untere Teil der Statue, einschließlich der Beine und des Sockels. Die Statuengruppe war vielleicht ursprünglich eine Triade. Die Forscher vermuten, dass sich dort Ramses II., eingerahmt zwischen zwei Göttern, verewigt haben könnte.
Professor Mohamed Abdel-Badi, Leiter der Abteilung für Ägyptische Altertümer, erklärte, dass erste Untersuchungen darauf hindeuten, dass die Statue bereits in der Antike von Pi-Ramesses nach Tell Faroun gebracht und dort innerhalb eines religiösen Komplexes erneut genutzt wurde. Diese Erkenntnisse verdeutlichen sowohl die religiöse als auch die historische Bedeutung des Ortes über viele Jahrhunderte hinweg und liefern zugleich wertvolle Hinweise darauf, wie königliche Statuen früher transportiert und wiederverwendet wurden.
Die Entdeckung erfolgte zufällig während Bauarbeiten des Jugend- und Sportministeriums. Die Statue wurde für weitere Untersuchungen zur Ausgrabungsstätte San el-Hagar gebracht. Unterdessen sucht ein Team von Archäologen nach weiteren Funden an diesem Standort.

