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Spektakuläre Grabbeigaben in Heliopolis entdeckt

Im historischen Stadtteil Ain Shams / Matariya – das antike Helipolis (On) – ist ägyptischen Archäologen ein Sensationsfund gelungen. Bei Ausgrabungen im Grab von Panehsy wurde ein fast komplettes Set an Grabbeigaben entdeckt.

Hisham El-Leithy, Generalsekretär der Altertümerverwaltung (SCA), erklärte, dass bei Ausgrabungen ein Lehmziegelgrab mit menschlichen Skelettresten freigelegt wurde. Bei den Arbeiten entdeckten die Archäologen ein Versteck, das eine bemerkenswerte Sammlung von Kosmetikartikeln und weiteren Grabbeigaben enthielt.

Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Zu den Fundstücken zählen ein Kupferspiegel sowie zwei Kajalbehälter aus Alabaster, in denen sogar noch Kosmetikspuren erhalten sind. Ein dritter Kajalbehälter besteht aus seltenem schwarzem Obsidian.

Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Das Ausgrabungsteam entdeckte außerdem zwei hellblaue Fayence-Gefäße. Eines davon enthielt sechs aufwendig beschriftete Skarabäen. Zwei Skarabäuen sind in gelben Metallrahmen eingefasst. Die Forscher vermuten, dass es sich hierbei um Gold handeln könnte.

Mohamed Abdel Badie, Leiter der ägyptischen Altertumsbehörde, ergänzte, dass das Versteck auch eine Sammlung von Fayence-Amuletten enthielt, darunter ein Amulett in Form einer Ente und ein weiteres in Form einer Atef-Krone.

Zu dem Fund gehören zudem vier Steine, von denen zwei vermutlich aus Karneol bestehen. Ein roter Stein ist in einem gelben Metallrahmen eingefasst, auch hier vermuten die Forscher, dass es sich um Gold handelt. Der andere Stein weist einen grünlich-blauen Farbton auf. Große Kalksteinblöcke mit Hieroglypheninschriften wurden ebenfalls entdeckt.

Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Die Archäologen fanden zudem eine bemerkenswerte Sammlung Metallohrringe, bestehend aus fünf Paaren zwischen 1,5 und 2,5 Zentimetern, die wahrscheinlich ebenfalls aus Gold gefertigt sind.

Bei früheren Ausgrabungen an dieser Stätte fanden die Archäologen Grabanlagen aus Lehmziegeln und Kalkstein, sowie zwei übereinandergestapelte, aber leider zerbrochene Särge. Einer bestand aus Keramik, der andere aus Gips mit einer vergoldeten Optik und roten Inschriften. Vermutlich wurde hier eine hohe militärische Persönlichkeit bestattet. Eine goldene römische Münze gehörte ebenfalls zu den Funden.

In der Nekropole, in der sich das Grab von Panehsy befindet, wurden bedeutende Persönlichkeiten von der Spätzeit (vermutlich stammt das Grab aus dieser Zeit, das Antikenministerium schreibt leider nichts dazu), über die Römerzeit bis hin zur christlichen Epoche bestattet.

1 Gedanke zu „Spektakuläre Grabbeigaben in Heliopolis entdeckt“

  1. „Panehsy“ ist jetzt nicht unbedingt ein Name, der für die Spätzeit typisch ist, sondern eher im Neuen Reich (sp. 18./fr. 19. Dyn.) vertreten ist (bspw. in Amarna: Grab 6; in Theben: TT 16; in Saqqara: hinter dem Grab des Maya); und auch die Skarabäen sprechen eher für einen Fundkontext des Neuen Reiches. Viellecht taucht ja in Heliopolis auch noch Textmaterial auf, das nähere Auskünfte über den Grabbesitzer gibt.

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