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Unberührte Gräber in der Küstenstadt Marina el-Alamein entdeckt

Bei Marina el-Alamein an der Nordwestküste Ägyptens hat eine ägyptische Mission 18 Gräber aus der griechisch-römischen Zeit entdeckt. Einige der Gräber waren noch unberührt und enthielten unversehrte Grabbeigaben und sogar Gold.

Marina el-Alamein ist ein Touristenort an der Küste, der ca. 110 km westlich von Alexandria liegt. Erst 1986 waren dort antike Spuren entdeckt worden. Man vermutet, dass hier die antike Stadt Leukaspis lag, die von dem griechischen Geschichtsschreiber Strabon erwähnt wird. Viele Überreste der antiken Stadt sind gut erhalten: Straßenzüge, Wohngebiete, öffentliche Gebäude, ein Gewerbegebiet und der Hafen. Insgesamt wurden hier nun 44 Gräber entdeckt.

Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Von den neuen 18 Gräbern liegen elf in unterirdischen Felsgewölben, die bis zu 8 m tief sind. Die restlichen sieben Grabstätten fanden die Forschenden in Gräbern aus Kalkstein an der Oberfläche. Einige der Gräber sind in hervorragendem Zustand und liegen hinter Steinplatten, die seit der Antike nicht bewegt wurden.

Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Ein besonderer Fund ist ein Granitsarkophag von 2,50 m Länge, dessen Deckel noch versiegelt war. Im Inneren wurde ein Skelett gefunden, das aktuell untersucht wird. Ein Sphinx aus Gips zeigt, dass die altägyptischen Traditionen auch in die griechisch-römische Zeit reichten.

Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Ganz besonders ist der Fund von 24 Goldobjekten; die meisten davon sind goldene Zungen, die traditionell im Mund der Verstorbenen platziert wurden, damit sie bis in alle Ewigkeit sprechen könnten. Es ist auch ein goldenes Amulett darunter, das ein Horusauge darstellt und nach altägyptischem Glauben Schutz versprach.

Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Selbst die gefundenen Tonwaren und Keramiken sind in einem hervorragend erhaltenen Zustand. Gefunden wurden Amphoren, Öllampen, Teller, Becken und ein Kalksteinaltar, der die Form einer altägyptischen Scheintür hat.

Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten
Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten
Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypte
Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Neben einer Marmorstatue der Göttin Aphrodite fand das Team auch eine Begräbnisstele aus Kalkstein, auf der ein sitzender Mann einen Vogel hält, sowie eine kleine Sammlung von Glasflacons.

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