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Interessante Grabsteine auf einem alten Friedhof bei Damietta gefunden

An der antiken Begräbnisstätte Tell el-Deir in der Nähe der Stadt Damietta fand die dort grabende ägyptische Mission Tonsärge, Begräbnisamulette und Ritualgefäße. Das Besondere an diesem Fund sind aber etwa 20 Grabsteine aus Kalkstein, in die menschliche Formen gemeißelt wurden.

Nekropole von Tell el-Deir. Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten
Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Damietta ist eine Hafenstadt am Mittelmeer. Sie liegt im östlichen Nildelta, etwa 200 km nördlich von Kairo. Die Antikenbehörde, das Supreme Council of Antiquities, gräbt dort seit Jahren in der Nekropole Tell el-Deir, die bis zum Ende der römischen Zeit genutzt wurde und in der Antike eine der größten Begräbnisstätten des Nildeltas war.

Die ungewöhnlichen Grabsteine oder Grabstelen stellen auf der Vorderseite menschliche Figuren dar. Die anderen Seiten sind dekoriert mit religiösen Symbolen und Bildern, darunter der Vogel Greif, ein mythisches Mischwesen aus Löwe und Adler. Der Greif, lateienisch Grypus, ist aus alten griechischen und römischen Texten bekannt. Mit den Stärken des Königs der Landtiere und des Königs der Lüfte handelte es sich um ein besonders mächtiges Wesen.

Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Weiter finden sich Darstellungen des griechischen Gottes Agathodaimon, der oft als Schlange dargestellt wurde, sowie der ebenfalls schlangengestaltigen Göttin Isis Thermouthis. Diese Ikonografie zeigt eine einzigartige Verquickung altägyptischer, griechischer und römischer Elemente der Mythologie.

Daneben wurden eine Reihe von rituellen Tonwaren gefunden, wie Räucherschalen und verzierte Öllampen, sowie tonnenförmige, anthropoide Tonsärge und eine große Anzahl an Begräbnisamuletten.

Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Hesham El-Leithy, Generalsekretär des Supreme Council of Antiquities, betonte, dass es sich hier nicht nur um einen Friedhof handelte, sondern um einen vollausgestatteten Begräbniskomplex, der religiöse, soziale und kulturelle Aspekte hatte. Tell el-Deir sei damit eine der wichtigsten archäologischen Stätten des östlichen Nildeltas, die nicht nur dabei helfe, die Bestattungskulturen der unterschiedlichen Epochen zu verstehen, sondern die auch zu einem besseren Verständnis der Siedlungsgeschichte Damiettas in der Antike beitrage, sagte El-Leithy.

Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten
Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

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