Zehenprothese einer Mumie aus einem thebanischen Grab, frühes 1. Jahrtausend v. Chr., Ägypt. Museum Kairo. © Universität Basel, LHTT. Foto: Matjaž Kačičnik

Prothetik im alten Äypten: große Zehenkunde

Ein internationales Forschungsteam hat die 3000 Jahre alte Holzprothese eines großen Zehs, die man an einer altägyptischen Mumie gefunden hatte, mit neuesten wissenschaftlichen Methoden erneut untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um eine hervorragende Arbeit handelt, sowohl was die Ästhetik angeht, als auch die verarbeiteten Materialien und vor allem die Alltagstauglichkeit der Prothese. Sie zeugt vom großen Wissen und Können der altägyptischen Mediziner und Kunsthandwerker.

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Neu entdeckte, 5200 Jahre alte Hieroglyphen in El-Kab. Foto: Alberto Urcia, Elkab Desert Survey Project.

Ganz alte Hieroglyphen in Felsinschriften entdeckt

In El-Kab, einem kleinen Ort zwischen Luxor und Edfu, haben Forscher der Universität Yale und der Königlichen Museen für Kunst und Geschichte in Brüssel Felsinschriften entdeckt, die über 5000 Jahre alt sind. Es handelt sich dabei aber nicht einfach nur um Tierdarstellungen, sondern nach Meinung der Wissenschaftler um Hieroglyphen, also Zeichen mit einer Bedeutung.

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Der Eingang zum Totentempel Sethos' I. in Abydos

Abydos bald um einige Attraktionen reicher

Abydos ist vor allem durch den beeindruckenden Totentempel von Sethos I. bekannt, der auch die berühmte Königsliste enthält. Andere Sehenswürdigkeiten werden dort selten von Touristen besucht. Das könnte sich in Zukunft vielleicht ändern, denn einige der vor mehr als einem Jahrhundert entdeckten Gräber und Anlagen werden gerade in einen besichtigungsfähigen Zustand versetzt. Darunter ist auch das riesige Grab von Sesostris III., das die unter US-Führung stehende Grabungsmission gerade von Schutt befreit und für den Touristenverkehr vorbereitet.

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Grabfund in El-Shatby. Fotos: Antikenministerium

Hellenistisches Grab bei Alexandria entdeckt

In El-Shatby bei Alexandria hat eine ägyptische Grabungsmission des Antikenministeriums ein Grab entdeckt. Aufgrund der Grabarchitektur und der gefundenen Töpferwaren konnte das Grab grob auf ca. 300 v.Chr., in die Zeit der griechischen Besatzung Ägyptens datiert werden.

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Blick von den Felsenklippen in den Norden der Stadt Amarna. Foto: Mary Shepperson / The Amarna Project

Sind so kleine Hände… Wurde Amarna auch von Kindersklaven erbaut?

Amarna – die Stadt, die Pharao Echnaton und seine Frau Nofretete als neue Hauptstadt Ägyptens im 14. Jh.v.Chr. mitten in der Wüste aus dem Boden stampfen ließen. Erbaut, bezogen, wieder verlassen und aufgegeben in nur 15 Jahren. In dieser kurzen Zeit wurde dort aber nicht nur gelebt sondern natürlich auch gestorben. Doch es sind nicht nur die Gräber der Königsfamilie und des Hofstaats, die uns ein Bild dieser Zeit vermitteln; es sind vor allem auch die Gräber der einfachen Leute und der Arbeiter, die von dieser Zeit erzählen. Neueste Ausgrabungen schüren nun einen unglaublichen Verdacht: Wurden Tausende von Kindern als billige und leicht zu ersetzende Arbeitskräfte eingesetzt?

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