Bild: Raffaella Bianucci, Universität von Turin

Mumifizierung im alten Ägypten begann 1500 Jahre früher als bisher angenommen

Bisher waren die Forscher davon überzeugt, dass sehr alte, im Wüstensand entdeckte Mumien, durch Trockenheit und Hitze natürlich mumifiziert wurden. Doch eine neue Studie zeigt erstaunliche Erkenntnisse: Die alten Ägypter kannten schon vor 6000 Jahren die Kunst der Mumifizierung- 1500 Jahre früher als bisher gedacht.

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Das neue Sohag National Museum in Form eines alten Tempels. Foto: Antikenministerium Ägypten

Museum in Sohag nach über 25 Jahren endlich eröffnet

Nach 25 Jahren Planungs- und Bauzeit – Unstimmigkeiten über technische Fragen, über die Einrichtung, die Art der Ausstellungsstücke und auch der Geldmangel nach der 2011er Revolution hatten die Fertigstellung immer wieder verzögert – ist es nun endlich soweit: Das Sohag National Museum öffnet seine Pforten.

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Statuenkopf Sesostris' I. mit abgebrochenem Bart. Foto: Antikenministerium Ägypten

Granitkopf von Sesostris I und Tutanchamun-Oper von Hawass

Ein Kopf aus rotem Granit, der Pharao Sesostris I darstellt, wurde vor einigen Tagen in das neue Grand Egyptian Museum (GEM) auf dem Gizeh-Plateau gebracht. Der Statuenkopf ist 122 x 108 x 75 cm groß und wiegt um die 2 Tonnen. Er wurde 2005 im Kairoer Stadtteil Matariya, dem antiken Heliopolis, von einer deutsch-ägyptischen Mission gefunden. Er weist die typischen stilistischen Merkmale des Mittleren Reichs auf (Sesostris I gehörte zur 12. Dynastie) und zeigt die Gesichtszüge des Pharaos mit einem leider beschädigten Kopfschmuck. Der königliche Bart war an gleicher Stelle in etwa 10m Entfernung, aber erst 3 Jahre später gefunden worden.

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Modell des Kopfes von Meresanch III. © Habicht et al., Institut für evolutionäre Medizin, Uni Zürich

Meresanch III mit krankhafter Schädelform?

Bei wissenschaftlichen Untersuchungen von Schädeln königlicher Mumien fiel Forschern der Universität Zürich auf alten Fotos der Schädel von Königin Meresanch III wegen seiner ungewöhnlichen Form auf. Nähere Untersuchungen dieses Schädels legen den Verdacht nahe, dass Königin Meresanch III eine Form des Silent Sinus Syndroms gehabt haben könnte, eine seltene Schädeldeformation, bei der durch eine Abflachung der Kieferhöhle u.a. eines oder beide Augen eingesunken sein können.

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