Alle Beiträge in Aus der Forschung

Der Hofbeamte Seneb mit Familie. Ägyptisches Museum Kairo. Foto: Jon Bodsworth, lizenzfrei

Kleinwüchsige waren im alten Ägypten angesehen

Dass es im alten Ägypten kleinwüchsige Menschen gab, ist bekannt. Sie sind in Texten erwähnt und von Künstlern dargestellt worden; und mumifizierte Überreste wurden ebenfalls gefunden. Für den speziellen Fall der proportionierten Kleinwüchsigkeit, bei der die Körperproportionen stimmen, aber der gesamte Körper deutlich unter der Normgröße liegt, gab es aber bisher kaum dokumentierte Fälle. Drei Fälle aus dem Alten Reich wurden auf diese spezielle Art der Kleinwüchsigkeit hin nur mangelhaft untersucht, so dass nur der Fall einer etwa 30-jährigen Frau aus der Oase Dachla als sicherer proportionierter Kleinwuchs angesehen werden kann. Nun hat ein Team von Wissenschaftlern der Universitäten Basel und Zürich die Überreste zweier Kindermumien aus dem Grab KV40 untersucht, und kann damit zwei weitere Fälle dieser Wachstumsabnormität beisteuern.

Weiterlesen

Bilder: Antikenministerium Ägypten

Schädelöffnung und goldene Plättchen – Skelette im schwarzen Sarkophag von Alexandria untersucht

Der geheimnisvolle Sarkophag aus Alexandria sorgte für einigen Pressewirbel. In einem massiven schwarzen Granitsarkophag fanden Archäologen drei Skelette in einer Brühe aus Abwässern (wir berichteten). Wer die drei waren, wollte ein Forscherteam rund um Dr. Zeinab Hasheesh, Director des Departments of the Skeleton Remains Studies beim Antikenministerium herausfinden. Und die Forscher fanden nicht nur Knochen…

Weiterlesen

Im Museum in Sakkara ist ein Gefäß ausgestellt, das vielleicht eine käseähnliche Masse enthält, ähnlich wie diese im Bericht genannte. Leider ist das Ausstellungsstück undatiert

Ältester Käse der Welt könnte Fluch des Pharaos auslösen

Ein Käse aus der Zeit Ramses II. beschäftigte Forscher der Università di Catania und hielt einige interessante Ergebnisse parat. Der Käse des Bürgermeistes Ptahmes, der unter den Pharaonen Sethos I. und Ramses II. gelebt hat ist nicht nur der älteste feste Käse der Welt, sondern auch voll von gesundheitsschädlichen Bakterien.

Weiterlesen

Bild: Raffaella Bianucci, Universität von Turin

Mumifizierung im alten Ägypten begann 1500 Jahre früher als bisher angenommen

Bisher waren die Forscher davon überzeugt, dass sehr alte, im Wüstensand entdeckte Mumien, durch Trockenheit und Hitze natürlich mumifiziert wurden. Doch eine neue Studie zeigt erstaunliche Erkenntnisse: Die alten Ägypter kannten schon vor 6000 Jahren die Kunst der Mumifizierung- 1500 Jahre früher als bisher gedacht.

Weiterlesen

Modell des Kopfes von Meresanch III. © Habicht et al., Institut für evolutionäre Medizin, Uni Zürich

Meresanch III mit krankhafter Schädelform?

Bei wissenschaftlichen Untersuchungen von Schädeln königlicher Mumien fiel Forschern der Universität Zürich auf alten Fotos der Schädel von Königin Meresanch III wegen seiner ungewöhnlichen Form auf. Nähere Untersuchungen dieses Schädels legen den Verdacht nahe, dass Königin Meresanch III eine Form des Silent Sinus Syndroms gehabt haben könnte, eine seltene Schädeldeformation, bei der durch eine Abflachung der Kieferhöhle u.a. eines oder beide Augen eingesunken sein können.

Weiterlesen