Alle Beiträge in Aus der Forschung

Mikro-CT-Scan des mumifizierten Fötus mit Anenzephalie. © Andrew Nelson, University of Western Ontario

Falkenmumie enthält deformierten menschlichen Fötus

Im Jahr 1925 spendete ein Arzt in Maidstone, einer Stadt im britischen Kent, dem örtlichen Museum eine kleine Mumie. Aufgrund der Form und der Bemalung der Gips-Kartonage, in welcher die Mumie eingehüllt ist, glaubten alle, dass es sich hierbei um eine Falkenmumie handelte. Die alten Ägypter mumifizierten viele Tiere, auch Falken, die den Gott Horus verkörperten. Schon 2016 hatte man bei einem CT-Scan herausgefunden, dass in der Kartonage aber gar kein Falke, sondern ein kleiner Fötus mit traditionell überkreuzten Armen steckte. Neueste Mikro-CT-Scans haben nun gezeigt: Der Fötus hatte eine seltene Fehlbildung, nämlich Anenzephalie.

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Tutanchamun – König der Schlagzeilen

Und wieder stand Tutanchamun die letzten Wochen einige Male in den Schlagzeilen. Leider war es weder wegen den geheimen Kammern in seinem Grab, noch wegen der Suche nach dem Grab seiner Gemahlin Anchesenamun (zumindest diesbezüglich werden wir aber wohl die nächsten Wochen etwas erfahren…). Dennoch war der berühmte Pharao nach der Schimmelflecken-Entwarnung noch ein paar Mal in der Presse: Tutanchamun „höchstpersönlich“ wird vielleicht die Besucher durch das Ägyptische Museum führen, es gab erneut Diskussionen über seine Todesursache und ob Tutanchamun wirklich nur ein kleiner schwacher Junge war…

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Die Wände in Tuts Grab sind übersät mit braunen Flecken.

Entwarnung: kein Schimmel in Tutanchamuns Grab

Kurz vor Abschluss ihrer mehrjährigen Arbeit zur Konservierung der Wandmalereien im Grab des Tutanchamun geben Experten des kalifornischen Getty Conservation Institutes in einer Pressemitteilung eine gute Nachricht bekannt. Die sichtbaren Schäden – und vor allem die unschönen braunen Flecken auf den Wänden – sind nicht durch die hohen Touristenzahlen verursacht worden und werden sich auch durch zukünftige Besucher nicht weiter verschlechtern.

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Links: Dr. Kenneth Griffin mit dem Relief-Fragment. Rechts: Fotomontage. Copyright: The Egypt Centre, Swansea Universität

Hatschepsut in Swansea

Während einer sogenannten „handling session“, in der Studenten der Ägyptologie echte Artefakte anfassen, hochheben und studieren können, wurde in der Universität der südwalisischen Stadt Swansea ein Relieffragment entdeckt, das vermutlich die Königin Hatschepsut darstellt. Das eigentlich aus zwei Kalksteinfragmenten, die jedoch an der Bruchstelle zusammengeklebt sind, bestehende Arterfakt war einmal Teil eines Reliefbildes an einem Tempel oder einem Grab. Das beweisen die Schnittspuren auf der Rückseite der nur 5cm dicken Steinplatten.

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