Aus der Forschung

Unbekannte astronomische Darstellungen im Esnatempel entdeckt

Im Tempel des widderköpfigen Gottes Chnum in Esna, wo seit zwei Jahren an der Restaurierung der Reliefs und der Inschriften gearbeitet wird (wir berichteten), stießen die Wissenschaftler bei ihrer Arbeit auf mehrere astronomische Darstellungen, die sowohl bekannte als auch bislang unbekannte Sternenbilder zeigen. Ein bekanntes Sternbild ist z.B. der “Große Wagen”, der im Esnatempel als Rinderbein dargestellt ist. Dieses Sternbild galt den alten Ägyptern als Manifestation des düsteren Gottes Seth, der nach der Legende seinen Bruder Osiris ermordete. In der Mythologie hält ihn daher die Nilpferdgöttin fest, damit er nicht in die Unterwelt gelangen kann, wo sein Bruder Osiris lebt. Dieser Mythos wurde dadurch unterstützt, dass das Sternbild des Großen Wagens bei seiner Wanderung über den Nachthimmel nie unter den Horizont rutscht, sondern immer darüber sichtbar bleibt.

WeiterlesenUnbekannte astronomische Darstellungen im Esnatempel entdeckt

War Nofretetes Grab am Ende sogar ein Pharaonengrab?

Im ersten Teil unseres Berichts über das neue Papier von Nicholas Reeves mit dem Titel »The Tomb Of Tutankhamun (KV62): Supplementary Notes. (The Burial of Nefertiti? III)« hatten wir die fünf Animationen vorgestellt, die seine Theorie von Nofretetes Grab verbildlichen. In seinem Artikel gibt es aber noch zwei weitere Themen, die er behandelt: die Radarscans und den politischen Aufstieg Nofretetes, der seiner Meinung nach bis auf den Pharaonenthron führte – und zwar als Pharao Semenchkare. Diesen Ausführungen gilt nun unser zweiter Teil.

WeiterlesenWar Nofretetes Grab am Ende sogar ein Pharaonengrab?

Tutanchamun doch in Nofretetes Grab? Neue Beweise und bewegte Bilder

Nach drei unterschiedlichen Radarscans sollte Schluss sein. Nun sei es sicher, hatte Francesco Porcelli, Leiter des dritten Radarteams, 2018 verkündet: Es gäbe keine geheimen Kammern hinter den Wänden von Tutanchamuns Grab! Das Antikenministerium zog daraufhin einen Strich unter die Theorie des britischen Ägyptologen Nicholas Reeves, nach der das Grab des Tutanchamun in das größere Grab der Nofretete hineingebaut wurde und es daher hinter Tuts Grabkammer einen weiterführenden Korridor zu Nofretetes Grab geben müsste. Schluss mit allen Untersuchungen innerhalb der Grabkammer, befand das Ministerium. Nicholas Reeves aber gibt nicht auf – er stellt nun bereits sein drittes wissenschaftliches Papier vor, in dem er weitere Fakten und Indizien zusammenträgt, die seine These unterstützen.

WeiterlesenTutanchamun doch in Nofretetes Grab? Neue Beweise und bewegte Bilder

Das Who-is-who der Mumien: Die Amarna-Prinzessin “Baqt”

Im Jahr 1871 wurde in den thebanischen Bergen eine Cachette mit mehr als 50 Mumien gefunden. Könige und Königinnen und weitere Mitglieder der Königsfamilie, sowie hohe Beamte und Priester der 17. – 20. Dynastie wurden hier von Priestern der 3. Zwischenzeit erneut bestattet. In der Cachette von Deir el-Bahari (DB 320) lag neben so illustren Mumien wie denen von Ramses II. und Thutmosis III. auch eine weibliche Mumie, die von den Priestern in einen neuen Sarg gebettet wurde, den sie mit dem Namen “Baqt” beschrifteten. Forscher nahmen diese Mumie nun genauer unter die Lupe.

WeiterlesenDas Who-is-who der Mumien: Die Amarna-Prinzessin “Baqt”

Das Who-is-who der Mumien: Der »unbekannte Mann E«

Die männliche Mumie mit der Katalognummer CG 61089 im Ägyptischen Museum Kairo stammt aus dem Mumienversteck, französisch Cachette, das in den Felsen links über dem Hatschepsuttempel von Deir el-Bahari liegt und heute die Grabnummer DB320 (bzw. TT320) hat. In dieses Versteck hatten Priester der 21. Dynastie viele königlichen Mumien gebracht, deren Gräber gefunden und geplündert worden waren – und natürlich ließen sie auch sich selbst und einige Verwandte dort bestatten. Offiziell wurde diese Cachette 1881 gefunden; die berühmte Grabräuberfamilie Abd el-Rassul hatte sie allerdings schon ca. 10 Jahre vorher entdeckt und natürlich auch “genutzt”, bis der Franzose Gaston Maspero, damals Chef der Antikenbehörde, ihnen 1881 auf die Schliche kam. Nicht alle in der Cachette gefundenen Mumien konnten einwandfrei identifiziert werden – acht von ihnen wurden nur mit Buchstaben von A-F bezeichnet. Die hier beschriebene Mumie ist der “unbekannte Mann E”, von der Presse auch als “screaming man” bezeichnet, weil der Mund weit aufgerissen ist.

WeiterlesenDas Who-is-who der Mumien: Der »unbekannte Mann E«