Alle Beiträge in Aus der Forschung

Grabbeigaben des Tutanchamun in der Vorkammer. Foto: Harry Burton 1922, via Universitätsbibliothek Heidelberg, gemeinfrei

Verraten Tutanchamuns Grabbeigaben, wer seine Eltern waren?

In der Terra-X-Dokumentation vor drei Wochen fiel uns in einem Interview mit Prof. Tarek Sayed Tawfik von der Universität Kairo zum Thema „Inzest in königlichen Familien“ eine Aussage auf. Tawfik sagte, dass neueste Untersuchungen einer „Tunik“ aus dem Grab des Tutanchamun ergeben hätten, dass Tuts Ehefrau Anchesenamun wahrscheinlich gleichzeitig auch seine Tante war. Bei den Worten „neueste Untersuchungen“ und dem Thema Tutanchamun klingelten natürlich unsere Ohren und wir schrieben Herrn Tawfik an, um Näheres zu erfahren. Aus seiner Antwort erfuhren wir, dass seine Untersuchungsergebnisse bereits Ende 2018 publiziert worden waren.* Er untersuchte darin drei Fundstücke aus dem Grabschatz des Tutanchamun, die andere Namen tragen, als den des Grabinhabers. Leider hat das Conservation Center des Grand Egyptian Museum (GEM) unsere Anfrage nach der Verwendung der Fotos für unseren Bericht unbeantwortet gelassen, so dass wir die Fotos hier nicht zeigen können. Unser Beitrag ist dadurch mehr für „Leser“ als für „Gucker“ geeignet, auch wenn es uns gelungen ist, ein paar „Ersatzbilder“ zu beschaffen.

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Der Platz nordöstlich von Tuts Grab. Der neue Hohlraum müsste unter dem linken Bildrand liegen.

Tutanchamuns Grab: Neue Scans, neue Spekulationen

Nach inzwischen mehreren Radaruntersuchungen mit unterschiedlichen Ergebnissen, die letzte davon erneut negativ, hatte sich bei den meisten Wissenschaftlern die Meinung durchgesetzt, dass es direkt hinter den Wänden von Tuts Grab wohl doch keine weiteren, versteckten Kammern gäbe. Nun hat laut dem Wissenschaftsmagazin »Nature« erneut ein Team unter der Leitung des früheren Antikenministers Mamdouh Eldamaty mittels Bodenradaruntersuchungen einen großen Hohlraum neben dem Grab Tutanchamuns entdeckt.

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Die Mumie des Nesyamun wird in den CT-Scanner gefahren © Leeds Teaching Hospitals/Leeds Museums & Galleries

Forscher rekonstruieren Stimme eines 3000 Jahre alten ägyptischen Priesters

DNA-Untersuchungen, hochauflösende CT-Scans, Gesichtsrekonstruktionen,… Es gibt viele Arten, Personen, die schon seit vielen Jahrtausenden Tod sind, neues Leben einzuhauchen. Eine ganz besondere Methode ist jetzt neu hinzugekommen. Forscher der Universitäten in London, York und des Museums in Leeds konnten die Stimme eines vor 3000 Jahren verstorbenen Menschen rekonstruieren.

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Foto: Antikenministerium Ägypten

Renovierung von Tuts Grab: Deckel muss noch drauf!

Seit einiger Zeit überlegt das Antikenministerium, wie man am besten den Deckel des Quarzit-Sarkophags, der im Zentrum der Grabkammer von Tutanchamuns Grab steht, wieder an seine vorgesehene Stelle – also auf den Sarkophag – bekommt. In der vergangenen Woche besuchte das „Dreigestirn der Würdenträger“, also die wichtigsten Personen, wenn es um ägyptische Altertümer geht, das Grab Tutanchamuns und sah sich die Sache genau an.

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In der Nord- und Westwand soll es laut Reeves geheime Durchgänge geben. Faksimile von Tuts Grab

Nofretes Grab? Reeves legt neue Indizien vor (Teil 2)

Dies ist der zweite Teil unseres Berichts über das neue Papier von Nicholas Reeves, das den Titel trägt: „The Decorated North Wall In The Tomb Of Tutankhamun (KV 62) – The Burial Of Nefertiti? II“. In unserem Teil 1 ging es um die auf der Nordwand dargestellten Szenen und Beschriftungen, von denen einige laut Reeves noch aus Phase I stammen, also der Zeit des Begräbnisses des Pharaos Anchcheperure Semenchkare-Djesercheperu, der in Wirklichkeit Nofretete war, die nach dem Tod ihres Mannes Echnaton selbst den Thron erklomm. In diesem zweiten Teil wird es nun um eine Revision der Radarergebnisse gehen sowie um Carters Versuch, hinter der Nordwand weitergehende Räume zu finden, und das Vertuschen der dabei von ihm angerichteten Schäden.

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