Aus der Forschung

Ist dies das Gesicht Echnatons? Forscher überraschen mit Gesichtsrekonstruktion

Es ist wohl die am meisten diskutierte Mumie aus dem alten Ägypten. Wer ist die mysteriöse Mumie aus KV55? Seit Jahren ist ein Streit darüber entbrannt, wer hier begraben liegt. Echnaton oder vielleicht doch der mysteriöse Semenchkare? Die Erkenntnisse der Wissenschaftler des FAPAB (Forensic Anthropology, Paleopathology and Bioarchaeology Research Center) in Sizilien wollten der Sache auf den Grund gehen und rekonstruierten das Gesicht der Mumie aus KV55.

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Ältester Mumifizierungs-Papyrus enthält erstaunliche Anleitungen

In einem 3500 Jahre alten medizinischen Papyrus, dessen eine Hälfte im Pariser Louvre und die andere in der Papyrussammlung der Universität Kopenhagen liegt, fand eine Doktorandin dieser Uni neben Anweisungen für die Mumifizierung auch solche, die sich speziell mit der Behandlung der Gesichter der Verstobenen befassen. Bisher waren nur zwei andere Texte mit Anleitungen zur Einbalsamierung bekannt. In diesem Papyrus, der sich hauptsächlich mit der Kräuterkunde und Schwellungen der Haut befasst, ist der Abschnitt über die Mumifizierung nur kurz, die Anweisungen darin dafür aber sehr viel detaillierter als in den beiden bisher bekannten Texten. Und sie enthalten Informationen zum Einbalsamierungsprozess, die bisher völlig unbekannt waren!

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Pharao Seqenenre auf dem Schlachtfeld hingerichtet?

Pharao Seqenenre-Taa-II war König, als die Hyksos über Ägypen herrschten. Er regierte zur Zeit der 17. Dynastie nur 5 Jahre lang und seine Mumie wies zahlreiche Verletzungen auf, weshalb schon oft vermutet wurde, dass der König auf dem Schlachtfeld verstarb. Zahi Hawass und die Radiologin Dr. Sahar Saleem haben sich die Mumie einmal genauer angeschaut und konnten die Spekulationen über seinen Tod teilweise bestätigen.

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Mumie in Lehm-Kokon neu untersucht

Neue Untersuchungen einer Mumie an der Universität Sydney, die zwischen den Leinenschichten eine einzigartige, harte Schale aus Lehm aufweist, wurden nun in einer interdisziplinären Studie aufgearbeitet. Der bemalte Lehm-Kokon, der bislang an keiner anderen ägyptischen Mumie gefunden wurde, war von außen nicht sichtbar, da er mit weiteren Leinenbinden umwickelt worden war. Die Untersuchungen ergaben, dass die Lehmschicht wohl nicht zur ursprünglichen Mumifizierung gehörte, sondern erst später, nachdem die Mumie vermutlich von Grabräubern beschädigt worden war, ergänzt wurde.

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Unbekannte astronomische Darstellungen im Esnatempel entdeckt

Im Tempel des widderköpfigen Gottes Chnum in Esna, wo seit zwei Jahren an der Restaurierung der Reliefs und der Inschriften gearbeitet wird (wir berichteten), stießen die Wissenschaftler bei ihrer Arbeit auf mehrere astronomische Darstellungen, die sowohl bekannte als auch bislang unbekannte Sternenbilder zeigen. Ein bekanntes Sternbild ist z.B. der “Große Wagen”, der im Esnatempel als Rinderbein dargestellt ist. Dieses Sternbild galt den alten Ägyptern als Manifestation des düsteren Gottes Seth, der nach der Legende seinen Bruder Osiris ermordete. In der Mythologie hält ihn daher die Nilpferdgöttin fest, damit er nicht in die Unterwelt gelangen kann, wo sein Bruder Osiris lebt. Dieser Mythos wurde dadurch unterstützt, dass das Sternbild des Großen Wagens bei seiner Wanderung über den Nachthimmel nie unter den Horizont rutscht, sondern immer darüber sichtbar bleibt.

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