Aus der Forschung

Tutanchamun doch in Nofretetes Grab? Neue Beweise und bewegte Bilder

Nach drei unterschiedlichen Radarscans sollte Schluss sein. Nun sei es sicher, hatte Francesco Porcelli, Leiter des dritten Radarteams, 2018 verkündet: Es gäbe keine geheimen Kammern hinter den Wänden von Tutanchamuns Grab! Das Antikenministerium zog daraufhin einen Strich unter die Theorie des britischen Ägyptologen Nicholas Reeves, nach der das Grab des Tutanchamun in das größere Grab der Nofretete hineingebaut wurde und es daher hinter Tuts Grabkammer einen weiterführenden Korridor zu Nofretetes Grab geben müsste. Schluss mit allen Untersuchungen innerhalb der Grabkammer, befand das Ministerium. Nicholas Reeves aber gibt nicht auf – er stellt nun bereits sein drittes wissenschaftliches Papier vor, in dem er weitere Fakten und Indizien zusammenträgt, die seine These unterstützen.

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Das Who-is-who der Mumien: Die Amarna-Prinzessin “Baqt”

Im Jahr 1871 wurde in den thebanischen Bergen eine Cachette mit mehr als 50 Mumien gefunden. Könige und Königinnen und weitere Mitglieder der Königsfamilie, sowie hohe Beamte und Priester der 17. – 20. Dynastie wurden hier von Priestern der 3. Zwischenzeit erneut bestattet. In der Cachette von Deir el-Bahari (DB 320) lag neben so illustren Mumien wie denen von Ramses II. und Thutmosis III. auch eine weibliche Mumie, die von den Priestern in einen neuen Sarg gebettet wurde, den sie mit dem Namen “Baqt” beschrifteten. Forscher nahmen diese Mumie nun genauer unter die Lupe.

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Das Who-is-who der Mumien: Der »unbekannte Mann E«

Die männliche Mumie mit der Katalognummer CG 61089 im Ägyptischen Museum Kairo stammt aus dem Mumienversteck, französisch Cachette, das in den Felsen links über dem Hatschepsuttempel von Deir el-Bahari liegt und heute die Grabnummer DB320 (bzw. TT320) hat. In dieses Versteck hatten Priester der 21. Dynastie viele königlichen Mumien gebracht, deren Gräber gefunden und geplündert worden waren – und natürlich ließen sie auch sich selbst und einige Verwandte dort bestatten. Offiziell wurde diese Cachette 1881 gefunden; die berühmte Grabräuberfamilie Abd el-Rassul hatte sie allerdings schon ca. 10 Jahre vorher entdeckt und natürlich auch “genutzt”, bis der Franzose Gaston Maspero, damals Chef der Antikenbehörde, ihnen 1881 auf die Schliche kam. Nicht alle in der Cachette gefundenen Mumien konnten einwandfrei identifiziert werden – acht von ihnen wurden nur mit Buchstaben von A-F bezeichnet. Die hier beschriebene Mumie ist der “unbekannte Mann E”, von der Presse auch als “screaming man” bezeichnet, weil der Mund weit aufgerissen ist.

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Verraten Tutanchamuns Grabbeigaben, wer seine Eltern waren?

In der Terra-X-Dokumentation vor drei Wochen fiel uns in einem Interview mit Prof. Tarek Sayed Tawfik von der Universität Kairo zum Thema “Inzest in königlichen Familien” eine Aussage auf. Tawfik sagte, dass neueste Untersuchungen einer “Tunik” aus dem Grab des Tutanchamun ergeben hätten, dass Tuts Ehefrau Anchesenamun wahrscheinlich gleichzeitig auch seine Tante war. Bei den Worten “neueste Untersuchungen” und dem Thema Tutanchamun klingelten natürlich unsere Ohren und wir schrieben Herrn Tawfik an, um Näheres zu erfahren. Aus seiner Antwort erfuhren wir, dass seine Untersuchungsergebnisse bereits Ende 2018 publiziert worden waren.* Er untersuchte darin drei Fundstücke aus dem Grabschatz des Tutanchamun, die andere Namen tragen, als den des Grabinhabers. Leider hat das Conservation Center des Grand Egyptian Museum (GEM) unsere Anfrage nach der Verwendung der Fotos für unseren Bericht unbeantwortet gelassen, so dass wir die Fotos hier nicht zeigen können. Unser Beitrag ist dadurch mehr für “Leser” als für “Gucker” geeignet, auch wenn es uns gelungen ist, ein paar “Ersatzbilder” zu beschaffen.

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Tutanchamuns Grab: Neue Scans, neue Spekulationen

Nach inzwischen mehreren Radaruntersuchungen mit unterschiedlichen Ergebnissen, die letzte davon erneut negativ, hatte sich bei den meisten Wissenschaftlern die Meinung durchgesetzt, dass es direkt hinter den Wänden von Tuts Grab wohl doch keine weiteren, versteckten Kammern gäbe. Nun hat laut dem Wissenschaftsmagazin »Nature« erneut ein Team unter der Leitung des früheren Antikenministers Mamdouh Eldamaty mittels Bodenradaruntersuchungen einen großen Hohlraum neben dem Grab Tutanchamuns entdeckt.

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