Aus der Forschung

Das Who-is-who der Mumien: Ramses V.

Die Mumie mit der Katalogbezeichnung CG 61085 war 1898 zusammen mit anderen Königsmumien im Grab KV35 gefunden worden, das in der 21. Dynastie als Mumienversteck für mehrere königliche Mumien, deren Gräber geplündert worden waren, genutzt wurde. Die Mumie Ramses’ V. wurde am 25. Juni 1905 im Ägyptischen Museum Kairo von Grafton Elliot Smith ausgewickelt. Unter dem äußeren Leichentuch fand Smith einen Haufen zerrissener und lose auf den Leichnam geworfener Binden, von denen einige Spuren eines Ätzmittels aufwiesen. Darunter war die Mumie komplett entblößt.

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Gehörte Tutanchamuns Totenmaske ursprünglich Nofretete?

Tutanchamuns Totenmaske war in der Vergangenheit Gegenstand vieler Diskussionen. Nicholas Reeves hatte im Jahr 2015 schon die Kartusche unter die Lupe genommen und kam zu dem Schluss, dass der Name darin verändert wurde und ursprünglich wahrscheinlich der von Nofretete war (wir berichteten). Die Ägyptologin Joann Fletcher hat nun andere Beweise dieser Theorie vorgelegt.

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Scans des Warschauer Mumienprojekts enthüllen erste Mumie einer Schwangeren

Bei radiologischen Untersuchungen der antiken Mumien des Nationalmuseums Warschau fanden polnische Wissenschaftler heraus, dass es sich bei der Mumie eines vermeintlichen Priesters in Wirklichkeit um die Mumie einer Frau handelt. Die Besonderheit dieser Entdeckung liegt aber darin, dass die Scans auch gezeigt haben, dass diese Frau schwanger war – ein Novum in der Mumienforschung.

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Ist dies das Gesicht Echnatons? Forscher überraschen mit Gesichtsrekonstruktion

Es ist wohl die am meisten diskutierte Mumie aus dem alten Ägypten. Wer ist die mysteriöse Mumie aus KV55? Seit Jahren ist ein Streit darüber entbrannt, wer hier begraben liegt. Echnaton oder vielleicht doch der mysteriöse Semenchkare? Die Erkenntnisse der Wissenschaftler des FAPAB (Forensic Anthropology, Paleopathology and Bioarchaeology Research Center) in Sizilien wollten der Sache auf den Grund gehen und rekonstruierten das Gesicht der Mumie aus KV55.

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Ältester Mumifizierungs-Papyrus enthält erstaunliche Anleitungen

In einem 3500 Jahre alten medizinischen Papyrus, dessen eine Hälfte im Pariser Louvre und die andere in der Papyrussammlung der Universität Kopenhagen liegt, fand eine Doktorandin dieser Uni neben Anweisungen für die Mumifizierung auch solche, die sich speziell mit der Behandlung der Gesichter der Verstobenen befassen. Bisher waren nur zwei andere Texte mit Anleitungen zur Einbalsamierung bekannt. In diesem Papyrus, der sich hauptsächlich mit der Kräuterkunde und Schwellungen der Haut befasst, ist der Abschnitt über die Mumifizierung nur kurz, die Anweisungen darin dafür aber sehr viel detaillierter als in den beiden bisher bekannten Texten. Und sie enthalten Informationen zum Einbalsamierungsprozess, die bisher völlig unbekannt waren!

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