Foto: Antikenministerium Ägypten

Todesursache von Tutanchamun soll feststehen und weitere große Töne bei der Eröffnung des Grand Egyptian Museums

Im Grand Egyptian Museum (GEM) wird weiterhin fleißig „gewerkelt“, um den Eröffnungstermin nächstes Jahr nach etlichen Verschiebungen dieses Mal einzuhalten. Vier kolossale Statuen wurden diese Woche vom alten Ägyptischen Museum am Tahrir-Platz ins neue Museum an den Pyramiden von Gizeh überführt. Zur Eröffnung will Hawass eine Oper und im Laufe des nächsten Jahres die endgültige Todesursache von Tutanchamun präsentieren.

Aus dem Garten des alten Museums wurden zwei Statuen von Sesostris I., eine 20 Tonnen schwere Triade mit Ramses II. mit den Göttern Ptah und Sachmet, und die 14 Tonnen schwere Spitze von Hatschepsuts Obelisken geholt. Sie wurden mit einer speziellen Schaumschicht dick eingepackt, um die Schwingungen beim Transport zu dämpfen und anschließend mit einer Spitzengeschwindigkeit von 7 km/h durch die Straßen Kairos an hren neuen Standort gefahren.

Oper über Tutanchamun

Auf den angepeilten Eröffnungstermin Ende 2020 können sich nicht nur Freunde der Archäologie freuen, sondern auch Anhänger der Oper (vielleicht). Das Skript zu der Oper hat Zahi Hawass nun fertig gestellt und auch schon mal ein wenig von der Handlung verraten: Nofretete möchte nach dem Tod ihres Mannes Echnaton ihren Stiefsohn Tutanchamun aus dem Weg schaffen, um eine ihrer eigenen Töchter auf den Thron zu setzen. Die Oper wurde zusammen mit dem italienischen Autor Francesco Santocono geschrieben. Komponiert wurde sie von Zamboni, der niemand geringeres als Placido Domingo für die Uraufführung versprach.

Verkündung der Todesursache

Das Jahr 2020 scheint das Jahr Tutanchamuns zu werden – und das zwei Jahre vor dem 100-jährigen Jubiläum seiner Grab-Entdeckung. Nicht nur seine kompletten Grabbeigaben sollen im neuen Museum präsentiert und eine Oper mit ihm als Hauptfigur uraufgeführt werden, sondern Hawass will der Welt auch die endgültige Todesursache des Pharaos präsentieren. Ob die diesjährig durchgeführten erneuten DNA-Tests wirklich einen Riegel vor den jahrzehntelangen Spekulationen über seinen plötzlichen Tod vorschieben wird? Oder ist es einfach nur eine gute Marketing-Maßnahme für Hawass‘ Oper? 😉 Warten wir es ab!

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6 Kommentar(e)

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  • Monika Mangal

    Diesjährig durchgeführte erneute Gentests? An denselben Mumien wie 2010? Davon höre ich zum ersten Mal. Kann mir jemand mehr darüber sagen?

  • Adham

    Hallo ,bezüglich des schon überlieferten themas von ,,tod ursache des tut anch amen ,, und die Geschichte von einer von Noferetete gespielten rolle damit sie die Chance lhrer tochter als königin ermöglichen,ich denke mit vorhanden von 2 persönlichkeiten beziehungsweise Figuren wie Smenkh ka re und Ije ist ziemlich schwer anzunehmen oder akzeptieren.

  • Genoveva

    Bei Zahi Hawass habe ich oft das Gefühl daß er mehr Entertainer ist als Archäologe. Wahrscheinlich will er mit seiner Ankündigung nur die Werbetrommel für seine Oper rühren. An anderer Stelle sagte er dazu bereits die Handlung sei nicht ganz ernst zu nehmen.

  • mckracken

    Ich finde den ganzen Rummel (und den wissenschaftlichen Aufwand) um diesen kaum bedeutsamen (und für mich völlig uninteressanten) Kind’s Pharao schon sehr überzogen.
    Und dann erst die ganzen öden endlos theorien um seine verwandtschaftliche Zugehörigkeit oder die Todesart…da wird ein Haufen Geld reingepumpt, währendessen die Djoser Pyramide seit 20 Jahren eingerüstet ist. (zwischenzeitlich soll sie ja schon mal einsturzgefährdet gewesen sein)

  • Exilzebra

    Das dieser Wissenschaftsclown Zahi Hawass in Ägypten noch etwas zu sagen hat, ist ein echtes Armutszeugnis der Altertumsverwaltung. Was wollte er nicht schon alles entdeckt haben: Das Grab der Kleopatra, das Grab der Anchesenamun, eine geheime Kammer in der Cheops Pyramide etc. Was hat er wirklich gefunden? Nichts. Vielleicht sollte man diesen selbstverliebten Schaumschläger und Narzissten endlich mal durch einen seriösen Wissenschaftler ersetzen. Damit wäre Ägypten schon sehr geholfen.

  • Walter

    @Exilzebra

    Nicht ganz falsch was Du schreibst. ABER man muß Zahi auch seine Verdienste eingestehen. Immerhin hat er es geschafft, eine menge Touristen nach Ägypten zu holen, und damit Devisen in das arme Land zu bringen.
    Außerdem hat er DNA und CD Untersuchungen durchführen lassen, das sollten wir nicht vergessen,
    Im übrigen sollten wir bedenken, daß Ägypten sehr lange Zeit unter Fremdherrschaft stand und ausgeplündert wurde, das dürfte den Ägyptern auch heute noch schwer im Magen liegen. Kein Wunder wenn die Ägypter sich von Ausländern nicht allzuviel reinreden lassen wollen.
    Auch sollten wir bedenken, daß in Ägypten die Ägypter das sagen haben, nicht wir.

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