Foto: Antikenministerium Ägypten

Zwei Gräber für Besucher eröffnet und vier Kapellen in Luxor restauriert

In Dra Abu el-Naga auf Luxors Westbank wurden zwei Beamtengräber restauriert und sollen bald für die Öffentlichkeit zugänglich sein (oder sind es schon). Das erste Grab (TT 159) stammt aus der 19. Dynastie und gehörte einem Mann namens Raya, der 4. Prophet des Amun war. Das zweite Grab (TT 286) hatte ein Schreiber mit Namen Niay für sich angelegt. Es stammt aus der 20. Dynastie und in der Wanddekoration wird sein Titel mit »Schreiber des Opfertisches« angegeben.

Ebenfalls restauriert wurden vier Kapellen des Chons-Tempels im großen Karnak-Tempelbereich. Unter der Leitung des American Research Centers in Egypt (ARCE) wurden 59 ägyptische Konservatoren trainiert, die dann die vier Kapellen dokumentierten, reinigten und restaurierten. Dabei wurden auch frühere Restaurierungen aus den 1960er und 70er Jahren durch modernste, neue ersetzt.

Foto: Antikenministerium Ägypten

An den Architraven und Decken der Kapellen wurden auch strukturelle Reparaturen durchgeführt. Daneben wurden neue Gänge für die Besucher angelegt, heißt es in einer Meldung der Ahram Online.

Bereits 2008 hatte das ARCE beim Karnaktempel ein Konservierungslabor errichtet und ausgestattet, das sogar Verwaltungs- und Schulungsräume enthält. Minister El-Enany wurde denn auch nicht müde zu betonen, wie gut die Zusammenarbeit mit den Amerikanern laufe, mit denen zuletzt auch mehrere Projekte zur Senkung des Grundwasserspiegels, z.B. am Kom Ombo Tempel oder in Alexandria, durchgeführt worden waren.

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2 Kommentar(e)

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  • Rüdiger

    Stand letzte Woche (5. Oktober 2019) waren die Gräber noch geschlossen.
    Salamaa!
    Ramesse

  • Jolly Thews

    Danke für den Hinweis!
    In den damaligen Pressemitteilungen des Ministerium hieß es ja auch nicht, dass die Gräber schon offen sind, sondern dass sie geöffnet werden sollen(!). Wer die Ägypter kennt, der weiß, dass außer Allah (inschallah) niemand weiß, was das konkret bedeutet. Nur ein Europäer würde auf die Idee kommen, bereits nach 4 Wochen nachzufragen, ob die Gräber denn nun auch offen sind. 😉
    In Ägypten gehen die Uhren einfach anders als bei uns.

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