Archäologen entdecken 82 Gräber im östlichen Nildelta

Im östlichen Nildelta haben ägyptische Archäologen insgesamt 83 Gräber entdeckt. Die Gräber in der Region von Kom Al-Khiljan stammen aus dem vierten Jartausend vor Christus.

80 Gräber gehören zu der Buto-Maadi-Kultur, also zu der ersten Hälfte des 4. Jahrtausends v. Chr. Die Gräber haben die Form von ovalen Gruben, in denen die Bestatteten in einer Hockposition beigesetzt wurden. Traditionelle Grabbeigaben wie Keramikgefäße gehören ebenfalls zu den Funden.

Die anderen drei Gräber gehören zu der Naqada-III-Periode (ca. 3200 bis 3000 v. Chr.). Aus dieser Zeit stammen zwei Lehmsärge, in denen auch hier die Bestatteten in hockender Position beerdigt wurden und von verschiedenen Grabbeigaben umgeben waren. Zu den Grabbeigaben gehören  zwei Töpfchen mit Augenschminke (Khol).

Es sei das erste Mal, dass Tonsärge aus der Naqada-III-Periode im Gouvernement Daqahliya gefunden wurden, wie der Generalsekretär der Altertümerverwaltung Mostafa Waziri erklärte. Die Entdeckungen legen den Schluss nahe, dass der Ort während dieser Zeit stark bevölkert war.

Einige der entdeckten Artefakte stammen aus der zweiten Zwischenzeit (der Hyksos-Zeit), darunter Öfen und Kochstellen, Fundamente von Lehmziegelgebäuden, vier Lehmziegelbestattungen, einige Keramik- und Steinutensilien sowie Amulette und andere Ornamente aus Halbedelsteinen.

Die Archäologen erwarten weitere (Gräber-)Funde in diesem Areal.

 

  • Nico Opitz

    Die einfachen Gräber scheinen vom Typ der Substruktur „open Pit“ (offenes Grubengrab)zu sein.Die Superstruktur bestand ehemals wahrscheinlich aus einem
    Tumulus(Kies,Geröll)vielleicht auch schon kleinen mastabaähnlichen Oberbauten,
    an denen bereits Opfernischen angelegt waren.In diesem Falle waren die Bestattungen mit Sicherheit zur Opfernische hin ausgerichtet.

Kommentar schreibenBitte sei höflich. Wir wissen das zu schätzen

Dein Kommentar

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Zustimmung zur Datenspeicherung lt. DSGVO