Foto: Antikenministerium Ägypten

Balsamierungsmaterial für die Mumifizierung des Wesirs Ipi wiederentdeckt

Ein spanisches Archäologenteam der Alcala Universtität hat in dem Grab von Ipi (TT315) bei Deir el Bahari in Luxor mehrere Werkzeuge, Substanzen und weitere Hilfsmitteln für die Einbalsamierung des Wesir Ipi wiederentdeckt, darunter 56 Gefäße mit Balsamierungsmaterial. Ipi lebte in der frühen 12. Dynastie (Mittleres Reich) und war Aufseher von Theben in der Regierungszeit von Amenemhat I.

Der Fund wurde bei Reinigungsarbeiten im Vorhof von Ipis Grab gemacht, wie Dr. Mahmoud Afifi, Leiter der Altägyptenabteilung des Antikenministeriums, erklärte. Die Gefäße wurden in einer Nebenkammer im nordöstlichen Bereich entdeckt, wo sie zwischen 1921-1922 vom amerikanischen Ägyptologen Herbert Winlock verstaut wurden.


Dr. Antonio Morales, Leiter der spanischen Mission, sagte, dass die Archäologen in der Kammer Mumifizierungsmaterial wie Leichentücher und Leinenbinden (4m lang) und breite Bandagenrollen gefunden haben. Desweiteren entdeckten sie noch Inschriften, verschiedene Arten von Bekleidung, Lumpen und Teile von schmalen Hüllen, die dafür bestimmt waren, die Finger, Zehen und andere Teile des Körpers des Wesirs zu bedecken.

Die Krüge beinhalten mehr als 300 Säcke mit Natronsalz, Öl, Sand und andere Substanzen. Auch die Krugverschlüsse und ein Spachtel befanden sich darunter. Unter den bemerkenswertensten Funden sind die großen Gefäße aus Nilschlamm, einige mit Markierungen und hieratischen Schriftzeichen.

Die Identifizierung der Materialien könnte sehr zum Verständnis der Mumifizierung beitragen und klären, welche Techniken, Werkzeuge und Ingredenzien die alten Ägypter zur Zeit des Mittleren Reiches für die Einbalsamierung genutzt haben.

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