Foto: Antikenministerium

Deutsche Archäologen finden Statuen von Psammetich I.*

Ein Team von deutschen und ägyptischen Archäologen hat in Kairo zwei Statuen aus der 19. Dynastie entdeckt*. Die Statuen standen einst im Sonnentempel von Ramses II. in der antiken Stadt Heliopolis (On) und wurden heute unter den Augen des Antikenministers Dr. Khaled El-Enany aus einer tiefen Schlammgrube geborgen.

Eine der beiden Statuen ist eine 80cm hohen Büste aus Kalkstein stellt Pharao Sethos II. dar. Die zweite war einst ein 8m großer Quarzitkoloss, der in mehrere Teile zerbrochen ist. Da keine Inschriften mehr vorhanden sind, können die Forscher nur vermuten, dass es sich hierbei um Ramses II.* höchstpersönlich handelt.


Die Statue stellt vermutlich Ramses II. dar. Foto: Antikenministerium

Die Statue von Sethos II. Foto: Antikenministerium

Dr. Dietrich Raue von der deutschen Mission erklärte, dass das Team hart an einer Bergung der restlichen Statuenteile für die anschließende Restaurierung arbeitet (Einige Teile wurden mit einem Schaufelbagger geborgen, wie man auf facebook-Bildern sehen kann!) Die Statue, die vermutlich Ramses II. darstellt*, soll für die Restauration ins Grand Egyptian Museum gebracht werden, wo sie anschließend auch ausgestellt wird. Sie soll zusammen mit weiteren Funden aus Heliopolis in eine Sonderausstellung gezeigt werden.

Helipolis wurde schon während der griechisch-römischen Zeit stark zerstört. Obelisken und Statuen wurden nach Alexandria und Europa gebracht. Ein Obelisk z.B. wurde von einem Präfekten unter Kaiser Augustus nach Rom verschleppt (heute steht er auf dem Petersplatz). Während der islamischen Epoche wurden die Steine in die historischen Gebäude von Kairo verbaut. Was die Vandalen übersehen haben, wird hoffentlich bald von Dr. Raue und sein Team ans Tageslicht geholt werden.

*Nachtrag: Bei der größeren Statue handelt es sich nicht um Ramses II. wie zuerst mitgeteilt, sondern um Psammetich I., wie man anhand von Hieroglypheninschriften feststellen konnte

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  • Alois Weinzetl

    Ich wünsche dem Deutschen Team weiterhin viel Erfolg bei den Ausgrabungen.
    Liebe Grüße aus Österreich
    Hochachtungsvoll
    Alois Weinzetl

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