Bilder: Antikenministerium Ägypten

Grab einer hohen Dame in Gizeh entdeckt

In der westlichen Nekropole von Gizeh haben ägyptische Archäologen das Grab einer hohen Dame namens Hetepet entdeckt. Hetepet war Priesterin der Hathor und lebte zum Ende der 5. Dynastie. Bestatten ließ sie sich  in einem Grab  mit wunderschönen Alltagsszenen bestatten.

In dem Grab befindet sich ein L-förmiger Schrein mit einem Reinigsbecken und Stellen, wo die Angehörigen Weihrauch und Speisenopfer darbringen konnten. Zudem fanden die Archäologen unter der Leitung von Mostafa Waziri ein  Naos. Die dazugehörige Statue der Grabinhaberin wurde indes nicht gefunden. Auch von der Mumie fehlt jede Spur.

Hetpet empfängt Opfergaben von ihren Kindern. Foto: Antikenministerium Ägypten

An den Wänden wurden Weihrauch- und Opferträger gemalt und die für das Alte Reich typischen Alltagsszenen. Sie zeigen Hetepet in verschiedenen Jagd- und Fischszenen oder wie sie vor einem großen Opfertisch sitzt und Opfergaben von ihren Kindern erhält. Szenen von Früchteernten, Metallschmelzen und die Herstellung von Leder und Papyrusbooten sowie musikalische und tänzerischen Aufführungen finden sich ebenfalls in dem Grab.

Ein Affe plfückt Früchte. Auf seinem Rücken sieht man einen Babyaffen.
Foto: Antikenministerium Ägypten

Hetepet hatte wahrscheinlich Hausaffen, die in zwei Szenen verewigt sind. Auf einer Darstellung erntet ein Affe Früchte und in einer anderen Szene tanzt ein Affe vor Musikanten.

Ähnliche Szenen mit tanzenden Affen findet sich im Grab von Chnumhotep II. (12. Dynastie) und von „Ka-Iber“ (?) in Sakkara, wo man tanzende Affen vor einem Gitaristen sehen kann.

Scheintür der Hetepet, die bereits 1909 entdeckt wurde und heute im Liebieghaus Frankfurt zu sehen ist
By Scheintür_der_Hetepet_Liebieghaus.jpg: User:FA2010 derivative work: JMCC1 [Public domain], via Wikimedia Commons

Der Antikenminister el-Anany erklärte, dass Blöcke von dem Grab schon im Jahr 1909 von einem britischen Entdecker gefunden wurden, der sie nach Berlin und Frankfurt schickte. Doch das Grab selbst wurde erst in Oktober 2017 entdeckt.

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