Herz und Gehirn blieben im Körper der Mumien

Die beiden Anthropologen Andrew Wade und Andrew Nelson von der University of Western Ontario haben 150 Mumien untersucht und dabei eigentlich nichts wirklich Neues festgestellt. Dennoch ging deren Artikel, der in der Fachzeitschrift „Homo – Journal of Comparative Human Biology“ erschienen ist, vergangene Woche durch die Presse und soll hiermit nachgereicht werden.

Widerlegt wurden Beschreibungen der griechischen Geschichtsschreiber Herodot und Diodorus Siculus. Sie behaupteten, dass bei jedem Verstorbenen die Eingeweide entfernt wurden. Bei den Armen soll dies durch einen Einlauf aus Zedernöl geschehen sein, der die inneren Organe auflöste. Für den Einlauf konnten die Forscher aber keine Hinweise finden. Doch bei jeder Mumie, egal welcher Schicht sie angehörte, fanden die Wissenschaftler Schnittwunden zum Entnehmen der Organe.

Obwohl Herodot die Entfernung des Herzens und des Gehirns beschrieb, fand sich bei etwa einem Viertel das Herz und bei einem Fünftel der Verstorbenen das Gehirn noch an Ort und Stelle. Wahrscheinlich beschrieben die griechischen Reisenden die Einbalsamierungstechniken eines bestimmten Hauses, während in anderen Werkstätten andere Techniken verwendet wurden.


Schon 2001 publizierten mehrere Wissenschaftler das Ergebnis von 241 untersuchten Mumien aus Theben-West und kamen zu demselben Schluss, wie die beiden Wissenschaftler jetzt (siehe Mumifizierung).

Quelle:
Spiegel Online

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