Prinzengrab aus der 17. Dynastie gefunden

In der Nekropole Dra Abu el-Naga haben spanische Archäologen vier Gräber aus der 17. Dynastie (ca. 1600 v.Chr.) entdeckt. Eines gehörte einem Prinzen namens Intefmose, den mehrere Inschriften sowie ein Relief als einen Königssohn ausweisen. Grabungsleiter José Manuel Galán vermutet, dass dies ein Sohn des wenig bekannten Königs Sobekemsaf sein könnte.

Das Grab Intefmoses besteht aus einer kleinen Kapelle, hinter der ein sieben Meter langer Schacht zur Grabkammer führt. Am Ende dieser Kammer wurde durch ein Loch in der Wand eine weitere Kammer entdeckt, die zum Grab des hohen Beamten Ahhotep gehört. Dort fand man drei kleine, bemalte Ushebti-Figuren mit dem Namen des Grabinhabers. Zwei dieser Ushebtis lagen in dekorierten Tonsarkophagen, die dritte war in Leinenbahnen eingewickelt, die ebenfalls Spuren einer Beschriftung tragen.

Mumie Ramses II.
Foto: spanischer Forschungsrat, CSIC

Weiterhin wurde der unversehrte Sarg eines Kindes gefunden sowie Uschebtis und Leinenbinden eines Prinzen Ahmose-Sapair, beide ebenfalls aus der 17. Dynastie. Diese Dynastie markiert das Ende der sogenannten 2. Zwischenzeit, während der Ägypten von Fremdherrschern, den Hyksos, besetzt war. Die Funde belegen erneut, dass auch während dieser Zwischenzeit die Nekropole als Begräbnisstätte für Mitglieder der königlichen Familie diente.


Der Grabhügel Dra Abu el-Naga, auf dem übrigens auch das Deutsche Archäologische Institut (DAI) gräbt, liegt zwischen den beiden Straßen, die zum Tal der Könige und zum Hatschepsuttempel führen. Bekannt sind hier vor allem die Gräber des Schreibers Roy sowie von Shuroy.

Den englischen Artikel hierzu mit einem weiteren Foto findet ihr bei RedOrbit.
Die Fotos stammen vom spanischen Consejo Superior de Investigaciones Científicas, CSIC, was man wohl mit oberster Rat für wissenschaftliche Forschung übersetzen kann.

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