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Die Mumie von Ahmose (18. Dynastie) im Luxor-Museum

Erbgut der Ägypter hat sich in 1500 Jahren verändert

Eine neue Studie deutscher Forscher belegt, dass die Genome altägyptischer Mumien mehr mit Menschen im Nahen Osten und an der östlichen Mittelmeerküste zu tun haben, die heutigen Ägypter aber mehr mit den Menschen des südlichen Afrikas verwandt sind. Demnach hat sich der Genpool der Ägypter in den letzten 1500 Jahren stark verändert.

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Fotos: Antikenministerium Ägypten

Mumien-Cachette in Tuna el-Gebel entdeckt

Ein Team der Kairoer Universität hat in der archäologischen Stätte Tuna el-Gebel, nahe el-Minya in Mittelägypten, eine sensationelle Entdeckung gemacht: ein Mumienversteck – eine sogenannte Cachette – mit einer ganzen Reihe gut erhaltenen Mumien darin. Die Mumien stammen vermutlich aus der Spätzeit und sind wohl alle nicht-königlicher Herkunft. Es dürfte sich also um hochgestellte Beamte oder wichtige Bürger der damaligen Zeit handeln.

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Eine Auswahl an Topfbestattungen von Kindern und Säuglingen aus der prädynastischen Epoche bis zur Frühzeit. Entdeckt in der Nekropole von Adaïma, Ägypten. Bild mit freundlicher Genehmigung: "Adaima excavation. Crubezy & Midant-Reynes, IFAO"

Waren ägyptische Topfbestattungen ein Symbol der Wiedergeburt?

Einbalsamierung und Mumien – damit verbinden wir den Glauben an das ewige Leben der alten Ägypter. Doch nicht jeder konnte sich eine teure Mumifizierung leisten. Die armen Menschen mussten ihre lieben Verstorbenen im Wüstensand begraben. Kinder, Säuglinge und Fötusse sind im alten Ägypten häufig in Töpfen bestattet worden. So genannte Topfbestattungen galten lange Zeit als Begräbnisse der Ärmsten in der Bevölkerung Ägyptens. Dem sei mitnichten so, wie eine neue Studie von Ronika Power der Cambridge Universität und Yann Tristant der Macquarie Universität in Australien belegt. Vielmehr seien die Töpfe Symbole der Wiedergeburt gewesen, in denen auch Erwachsene und Wohlhabende ihr neues Leben nach dem Tod antreten konnten.

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Mumie des Idi, Ägypt. Museum Turin, Foto: Raffaella Bianucci

Proteine verraten die Krankheiten 4200 Jahre alter Mumien

Ein internationales Forscherteam hat Haut- und Muskelgewebe von 4200 Jahre alten Mumien auf bestimmte Proteine hin untersucht und dabei Hinweise auf Krankheiten gefunden, die zum Tod dieser Menschen geführt haben könnten. Die vor wenigen Tagen im Wissenschafts-Journal »Philosophical Transaction of the Royal Society A« veröffentlichte Studie zeigt, dass die Mumien an Entzündungen, bestimmten Immunreaktionen und vermutlich auch an Krebs litten.

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Der nur 44cm große Sarkophag, in dem ein 18 Wochen alter Fötus bestattet wurde. Foto: Fitzwilliam Museum, Cambridge

Mumifizierter Fötus aus dem alten Ägypten

Nur 44cm groß ist der Miniatur-Sarkophag aus dem Fitzwilliam Museum in Cambridge. Zuerst dachten die Forscher, in ihm würden die inneren Organe eines Verstorbenen liegen, doch die CT-Scans zeigten einen kleinen Fötus, der nicht länger als 18 Wochen im Bauch seiner Mutter gewesen ist. Damit ist er der jüngste einbalsamierte Fötus, der je in Ägypten entdeckt wurde.

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