Gestohlene Altertümer in Gizeh könnten zu einem verborgenen Tempel führen

Auf zwei Gruben voller Altertümer stießen Polizisten zufällig bei einer Routineinspektion bei Gizeh. Nach ersten Schätzungen stammen die Objekte aus dem Mittleren Reich. Verstaut haben sie dort wahrscheinlich Grabräuber, um sie bei bester Gelegenheit auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Unter ihnen sind große Granitstücke, Tonfragmente und mehrere Statuen. Doch insbesondere ersteres könnte sich vielleicht für die Archäologie als echter Glücksfall erweisen.

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Die Granitstücke könnten nämlich von Säulen eines Tempels stammen, der hier im Gebiet der archäolgischen Stätte von Hod Zeleikha noch irgendwo unterm Sand vergraben liegt. Schon bald werden Archäologen für weitere Ausgrabungen in diesem Gebiet ausrücken, so der Antikenminister Mohamed Ibrahim in der Ahram Online.


Bis dahin sollen die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt werden. Die beiden Löcher sind unterdessen erst mal wieder zugegraben worden, so ein Polizeinspektor. Die Objekte sollen erst später gesichert werden.

Grabräuber in Gizeh

Letzte Woche geriet das Gebiet um Gizeh schon einmal in die Schlagzeilen als ein Grab dort Opfer von Grabräubern geworden ist. Selbst vor einer Eisentür machten die Diebe nicht halt und drangen mit Gewalt in das Grab eines Beamten namens Idu ein. Auf der Suche nach Schätzen, versuchten sie unterhalb einer der Grabkammern des Beamten, der wahrscheinlich bei dem Bau der Cheops-Pyramide mitwirkte, zu graben.

Die Werkzeuge der Grabräuber konnten in der „kriminellen Szene“ gefunden werden, wie The Cairo Post berichtete. Von der Bande selbst fehlt jede Spur. Verantworten für die Tat müssen sich jetzt erst mal drei Wächter, die sich den Vorwürfen stellen müssen, ihre Arbeit nicht ordnungsgemäß durchgeführt zu haben.

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