Zahi Hawass von allen Anklagepunkten freigesprochen

Ägyptens früherer Leiter der ägyptischen Altertümerverwaltung Zahi Hawass musste sich in der Vergangenheit gleich mehrere Vorwürfe gefallen lassen. Ihm wurde die Verschwendung öffentlicher Gelder und unrechtmäßige Einnahmen vorgeworfen. Doch nach 2 Jahre andauernden Untersuchungen, wurden nun alle Anklagepunkte gegen ihn fallen gelassen.

Der wohl schwerste Vorwurf gegen Hawass war der angebliche Deal mit der National Geographic. Sie soll ihm 17 Mio US-Dollar für die Freigabe von Ausstellungen in den USA und Australien gezahlt haben und das für Objekte, die eigentlich gar nicht hätten außer Landes geführt werden dürfen (z.B. Objekte aus Tutanchamuns Grabschatz). Die Untersuchungen in diesen Anklagepunkten ergab, dass die in Frage stehenden Altertümer innerhalb geltenden Rechts im Ausland ausgestellt wurden und dort ausreichend versichert waren. Außerdem flossen alle Einnahmen in das Staatssäckel.

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Zudem wurde Hawass beschuldigt, sein eigenes Modelabel Art Zulu mit Fotos von ägyptischen Altertümern beworben zu haben, was nicht vereinbar sei mit den ägyptischen Gesetzen. Der Staatsanwalt hat diese Anklage jedoch für ungültig erklärt und alle Dokumente, die in dem Fall eingereicht wurden als Fälschung entlarvt.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Anklagepunkte gegen Hawass fallen gelassen wurden, wie Ahram Online schreibt, doch die Kritik an dem medienfreundlichen Ägypter, der sich mit seinem Indiana Jones Hut immer gerne in Szene setzte, wird wahrscheinlich nie verstummen.

In den letzten Monaten ist es still geworden um den einst prominentesten Ägypter, den die Fernsehwelt je gesehen hat. Heute beschränkt sich seine Tätigkeit nur noch auf Vorträge und Bücherschreiben.

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