Der Ticketpreis für den Kom Ombo Tempel steigt um 50%

Tickets für archäologische Stätten in Ägypten werden ab Oktober teurer

Für Touristen wird es ab Oktober in Ägypten teurer. Der Antikenminister Kahled el-Anany gab bekannt, dass die Ticketpreise für Touristen in Museen, archäologischen Stätten und Tempeln in der nächsten Wintersaison um durchschnittlich 50% steigen wird. Ein Grund dafür ist die Bezahlung der Löhne und diverse Projekte zur Aufwertung und Absicherung der archäologischen Stätten sowieso sicherlich auch der zur Zeit schwache Pfund, mit dem das Land zu kämpfen hat,

Seit 2010 seien die Ticketpreise nicht mehr gestiegen, so der Antikenminister. Es wäre ein Unding, das Touristen für nur 4$ die Pyramiden besuchen könnten.


El-Anany gab sogar schon konkrete Preiserhöhungen für einige Stätten an

  • die Pyramiden von Gizeh von 80LE auf 120LE (von 4,75€ auf 7,10€)
  • das Tal der Könige von 100LE auf 160LE (von 6€ auf 9,50€)
  • das Ägyptische Museum Kairo von 75LE auf 120LE (von 4,50€ auf 7,10€)
  • Abu Simbel von 100LE auf 160LE (von 5,90€ auf 9,50€)
  • Kom Ombo von 40LE auf 80LE (von 2,40€ auf 4,75€)

Laut el-Anany sei ein großes Problem die Löhne der Arbeiter. 81 Millionen LE seien erforderlich, während die Einnahmen der archäologischen Sätte gerade einmal 2.6 Millionen LE beträgt. Außerdem seien mehrere Projekte am laufen, die ebenfalls Geld verschlingen. Für 15 Millionen LE sollen die archäologischen Stätten gereinigt und abgesichert werden. Des Weiteren wird gerade noch das Pyramiden-Areal aufgewertet.

Der Antikenminister möchte dafür die offiziellen Gebühren für das Fotografieren in archäologischen Stätten senken, um den Tourismus in Ägypten zu fördern.

Angesichts des gesamten Kostenapparats finden wir das in Ordnung, auch wenn das für Vielstätten-Besucher sicherlich erst einmal schmerzhaft sein wird (wobei in dem Artikel der Egypt Independent nicht ganz klar wird, ob sich die Preiserhöhung auf ALLE Stätten oder auf die nur eben genannten auswirkt). Aber wenn das Geld in den Erhalt und die Sicherheit der Stätten fließt,  zahlen wir gerne ein paar Euros mehr.

Ebenfalls sehr löblich, dass das Antikenministerium die Preisänderungen frühzeitig bekannt gegeben hat. Das Außenministerium hatte Ende Februar völlig überraschend eine Preiserhöhung des Visums von 25$ auf 60$ ab dem 1. März angekündigt. Es herrschte große Verwirrung im Netz, für welche Länder die Preiserhöhung galt (Deutschland gehörte anscheinend nicht dazu). Das Ministerium ruderte schließlich zurück und vertagte die Preiserhöhung des Visums (vorerst) auf Juli.

 

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2 Kommentar(e)

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  • MatthiaS bORCHERT

    Es ist in Ordnung , dass die Preise erhöht werden . Denn die Menschen , die für den Tourismus arbeiten , haben auch Familien zu ernähren und einfach gerecht und fair ; nicht nur den archelogischen Stätten gegen über .

    M. Borchert

  • Roland Unger

    Meine heutige Anfrage beim Antikenministerium ergab, dass die Peiserhöhung alle Einrichtungen betrifft, einschließlich Jahresticket und Luxorpass. Das Jahresticket kostet derzeit 390 $, zu zahlen in Dollar. Passbild und Passkopie sind nötig. Der 30%-Nachlass für das Jahresticket galt noch Anfang März.

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