Foto: Antikenministerium Ägypten

Antiker Friedhof in Ismailia entdeckt

Eine ägyptische Grabungsmission hat im östlichen Nildelta, nahe der Stadt Ismailia, einen Friedhof gefunden, der sowohl Begräbnisse aus der vordynastischen Zeit als auch aus der griechisch-römischen Epoche umfasst. Der Friedhof besteht aus mehreren Begräbnisschichten, die übereinander liegen und aus unterschiedlichen Zeiten stammen.

In der obersten Schicht hatten die Forscher Massengräber aus Lehmziegeln gefunden, die aus der griechisch-römischen Epoche stammen. In den untersten Schichten finden sich dagegen Begräbnisse aus der vordynastischen Periode, die also mehr als 5000 Jahre alt sind.

Die archäologische Stätte heißt Hassan Dawood und liegt im Wadi Tumilat. Sie war bereits 1990 entdeckt und zunächst von Briten erforscht worden. Dann waren die Arbeiten aber zum Stillstand gekommen und erst jetzt, nach 20 Jahren, hatte eine ägyptische Mission unter der Leitung von Rizk Diab erneut die Suche aufgenommen, nachdem vor ein paar Jahren Anwohner auf Gräber gestoßen waren und „auf eigene Faust“ gebuddelt hatten (wir hatten berichtet).

Foto: Antikenministerium Ägypten

Unter den Grabbeigaben sind auch Gefäße aus Ton, Stein und Alabaster. In einer der bereits früher gefundenen Inschriften fand sich der Name eines (leider ungenannten) Königs der 1. Dynastie. Das beweist, dass der angrenzende Sinai auch schon in frühester Zeit von Ägyptern bevölkert war, die entlang der Handelsrouten auf die arabische Halbinsel und nach Asien lebten, sagte Dr. Ayman Ashmawy, Leiter der Altertümerabteilung des Antikenministeriums.

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