Österreicher finden Skelett eines Soldaten

Archäologen des Östereichischen Archäologischen Instituts (ÖAI) haben in der spätrömischen Anlage von Hisn al-Bab, südlich von Assuan, das Skelett eines Soldaten gefunden. Das gab der frisch gebackene Antikenminister Ahmed Eissa bekannt.

Das Skelett ist in einem guten Zustand. Untersuchungen an den Knochen haben ergeben, dass der Soldat schon im Alter zwischen 25-35 Jahren starb und zu seinen Lebzeiten lange beim Militär gedient haben muss. Die Identität konnte nicht zweifelsfrei festgestellt werden, doch eventuell handelt es sich um einen ägyptischen Soldaten mit nubischen Wurzeln.

Der Mann starb wahrscheinlich an seinen schweren Verletzungen. Ein messerähnlicher Dolch an seiner Leiste verletzte eine Ader des Unglücklichen, der kurz nach seinem Tod unter den Überresten der dortigen Festung begraben wurde.


Der Fund belegt, dass es am Fort von Hisn al-Bab immer wieder zu Scharmützeln gekommen sein muss. Wann der Konflikt stattfand, bei dem der Mann sein Leben lassen musste, sollen weitere Studien klären.

Das österreichische Grabungsteam unter der Leitung von Dr. Irene Forstner-Müller fand außerdem noch eine Wohnanlage aus der Zeit zwischen 610 – 685 n. Chr. In einer Küche lag eine große Anzahl an zebrochenen Keramiken, in denen jede Menge Oliven konserviert wurden und die Überreste von Pflanzen gefunden wurden.

Wer mehr Hintergrundinformationen über die Festung Hisn al-Bab haben möchte, der schaue mal bei Luxor Times vorbei.

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