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Tempel aus der Zeit des Neuen Reiches in Gebel el-Silsila entdeckt

In den Steinbrüchen von Gebel el-Silsila haben Archäologen die Grundmauern eines lange verschollenen Tempels gefunden. Der Tempel in der antiken Siedlung Kheny, 65km nördlich von Assuan, stammt aus dem Neuen Reich und wurde während vier aufeinanderfolgenden Epochen Ägyptens erbaut und erweitert.

Der Fund des Tempels in einem Gebiet, in dem bisher nur antike Steinbrüche entdeckt wurden, ist sehr bedeutsam, wie der Antikenminister Mamdouh el-Damaty erklärte. Dies sei ein wichtiger Beleg, dass das Gebiet nicht nur durch den Abbau von Sandstein, sondern auch als religiöses Zentrum bedeutsam war.

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Der Ort des Tempels wurde anhand von Burkhards publizierten Karten gefunden. Die Grundmauern des 35,2m x 18,2m großen Tempels liegen auf der östlichen Seite des Nils, nordwestlich der Stele von Amenophis IV. Er besteht aus vier Schichten, Säulensockel sowie innere und äußere Mauern. Zudem existieren deutliche Spuren von fünf Säulensockeln auf der westlichen Seite des Tempels.


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Das schwedische Team der Lund Universität unter der Leitung von Dr. Maria Nillson und Dr. John Ward entdeckten Hinweise aus der Ära der Thutmosiden bis in die römische Epoche. Dr. Maria Nillson ergänzt den Fund von Kartuschenfragmenten, die die Namen von Pharao Amenophis III. und Ramses II. tragen. Auch Sandsteinteile der Decke mit Sternen auf dunklem Hintergrund wurden entdeckt. Dr. Nillson ist sich sicher, dass der Ort noch viele weitere Geheimnisse verbirgt, die hoffentlich in naher Zukunft gelüftet werden.

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