Grabungsstätte in el-Matariya. Foto: Antikenministerium Ägypten

Viele Funde 2019 in Heliopolis

Die deutsch-ägyptische Grabungsmission in El-Matariya, dem antiken Heliopolis, hat in ihrer abgelaufenen 2019-er Saison eine ganze Reihe von Entdeckungen gemacht.

Foto: Antikenministerium Ägypten

In der archäologischen Stätte el-Moaskar, in der Werkstätten aus dem 6.-2. Jahrhundert v.Chr. liegen, wurden eine Reihe von Tempelgegenständen gefunden, eine königliche Statue aus der 18. Dynastie sowie beschriftete Kalksteinblöcke. Im westlichen Teil der Stätte wurde sogar ein Gebäude aus ptolemäischer Zeit entdeckt, das mehrere Backöfen enthielt, sagte Dr. Aiman Ashmawy, der die ägyptische Seite des Teams repräsentiert.

Für die deutsche Seite teilte Dr. Dietrich Raue mit, man habe im Gebiet des Tempels von Nektanebos I. mehrere Basaltblöcke gefunden, deren Inschriften die Namen einiger unterägyptischer Gaue während Nektanebos‘ Regierung zeigen. Außerdem fand man Blöcke aus rotem Granit, wie er in Nektanebos‘ Tempel verwendet wurde, und auch Kalksteinblöcke aus der Kapelle. Schließlich wurden auch Statuenteile und architektonische Elemente gefunden, die darauf hindeuten, dass es vielleicht einen noch älteren Tempel aus der Zeit Merenptahs (Sohn von Ramses II.) hier gegeben haben könnte.

Foto: Antikenministerium Ägypten

In der dritten hier beheimateten Stätte, die einfach „Area 251“ genannt wird, wurde ein aus dicken Lehmziegelmauern gebautes Gebäude gefunden, dessen eine Wand bis zu 4,4 m dick und mit einer weißen Mörtelschicht bedeckt war. Westlich dieser Wand wurde ein Quarzblock entdeckt, dessen Inschrift Echnaton als Sphinx mit erhobenen Armen zeigt sowie eine Tafel, auf der einzelne Ohren zu sehen sind. Dazu wurden auch zwei große Säulenkapitelle aus dem schlammigen Boden geborgen.

Last but not least wurden in dieser Saison in Heliopolis auch noch 12 Gräber aus der Ramessidenzeit gefunden, schreibt die LuxorTimes.

Nachtrag 21. Mai 2019:
Hier die beiden Bilder der „Ohren“ und der „Sphinx“. Die Meldung der LuxorTimes, nach der es sich um Echnaton als Sphinx mit erhobenen Händen handeln soll, scheint falsch zu sein. Es dürfte sich um einen Pavian (Verkörperung des Gottes Thot) handeln, der die Sonne anbetet.

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