Das Leben war hart in Echnatons alter Hauptstadt

Der Alltag in Echnatons alter Hauptstadt Achetaton (heutiges Tell el Amarna) war bestimmt von mühsamer und schwerer Arbeit. Dies legt eine Untersuchung an den Skeletten nahe, die auf einem Friedhof der Unterschicht in Amarna entdeckt wurden.

Die Skelette der einfachen Arbeiter zeigten Anzeichen von zermürbender Arbeit sowie von Verletzungen, die auf Unfälle zurückzuführen sind. Ihre Kinder waren unterernährt und körperlich verkümmert. Der Bioarchäologe Jerome Rose (Universität Kansas) betonte, dass die untersuchten Skelette von Amarna mehr von Krankheiten und Beanspruchungen gezeichnet sind, als man es bisher bei anderen ägyptischen Skeletten finden konnte.

Bei den Kindern wurden häufig Skorbut und Rachitis festgestellt, dazu waren ihre Zähne bereits stark abgenutzt. Die Skelette zeigen auch eine starke muskuläre Beanspruchung der jungen Körper. Bei den Erwachsenen sind häufig Gelenkentzündungen zu finden, und fast jeder hatte wenigstens einen Knochenbruch im Laufe seines Lebens.


Von den 20 000 – 30 000 Menschen, die während der kurzen Zeit von ungefähr 15 Jahren in Echnatons Hauptstadt gelebt haben, gehörten vielleicht 10% der Oberschicht an. Sie wurden in reich dekorierten Felsengräbern begraben. Die restliche Bevölkerung wurde dicht an dicht in Gräbern, die nur mit Steinhaufen gekennzeichnet waren, auf einem Friedhof südlich der Stadt begraben.

Bisher wurden auf diesem Friedhof der Süd-Gräber in über 200 Gräbern nur etwa 20 Sarkophage gefunden. Die weitaus meisten Toten ware lediglich in einfache Matten gerollt. In einer Kultur, in der Grabkammern und Sarkophage als überaus erstrebenswert galten, sagt das viel darüber aus, in welch bescheidenen Verhältnissen diese Menschen gelebt haben müssen. Ebenso wie die Bemalung eines der gefundenen Sarkophage, dessen Hieroglyphen keinen Sinn ergeben – vermutlich, weil der Künstler ein Analphabet war.

Den ganzen Artikel findet ihr bei der National Geographic

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