Chinesischer Schüler bekritzelt Pharao

Chinesische Kritzeleien
Chinesische Kritzeleien

Ein 14-jähriger chinesischer Junge soll in einem Tempel in Ägypten ein Relief beschmiert haben. Auf dem Körper eines Pharaos prangt nun in chinesischen Schriftzeichen „Ding Jinhao war hier“. Ein Landsmann entdeckte die Schmiererei und veröffentlichte ein Foto der Untat im Internet. Dies sei sein schlimmster Moment in Ägypten gewesen, denn er hätte sich sehr für seinen Landsmann geschämt, so der Blogger.

Das Foto blieb nicht lange unentdeckt und es rollte eine Welle der Empörung durch China und weit über die Landesgrenzen hinaus. Diese Welle löste gar eine Debatte über das Verhalten von chinesischen Touristen im Ausland aus und erreichte schließlich die chinesische Regierung. Der Vizepremier Wang Yang prangerte das Verhalten seiner Landsleute als „unzivilisiert“ an und fürchtet um das Ansehen der Chinesen im Ausland. Gerade den Chinesen ist es besonders wichtig im Ausland einen guten Eindruck zu hinterlassen. Fehlverhalten wird als nationale Schande empfunden.

Richtig schlimm erwischt hat es den vermeintlichen Übeltäter. Einem Hacker gelang es, diesen ausfindig zu machen. Er hackte sich in die Schul-Webseite von Ding ein und veröffentlichte einen Button mit dem Foto des zerstörten Reliefs. Damit löste er zusammen mit anderen, die weitere persönliche Daten des Jungen veröffentlichten, einen unglaublichen Shitstorm im Netz aus.


Schließlich entschuldigten sich die Eltern in aller Öffentlichkeit für das Verhalten ihres Sohnes. Sie hätten ihr Kind schlecht erzogen und die Schmierereien ihres Sohnes nicht bemerkt. Die Hetze gegen ihn würden den Jungen fertig machen, so die Eltern weiter. Die Chinesen fordern nun zumindest eine Strafe für die Eltern wegen schlechter Erziehung .

Ägyptens Antikenminister wurde mit den Worten zitiert, dass der Schaden an dem Relief nur oberflächlich ist und bald restauriert werden soll (laut einigen Medien ist dies bereits geschehen bzw. andere berichten, dass der Schaden nicht vollständig reaturiert werden konnte). Wo genau sich die Kritzeleien befinden/befanden, wurde nicht bekannt. Die Kritzeleien befinden/befanden sich im Luxor-Tempel.

Nachtrag: Mittlerweile konnten die Kritzeleien komplett entfernt werden

Quelle u.a.
Spiegel Online

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  • Rita Maillot

    Ein Tempelwächter im Abu Simbel hat uns mal gesagt, dass die Chinesen die frechsten und unzivilisiertesten Touristen seien, die alle Vorschriften missachten. Ich habe auch mal im ägyptischen Museum in Kairo miterlebt, wie eine chinesische Touristin trotz Verbot vom Aufseher gleich einige Male hintereinander die Maske von Tutenchamun mit dem Blitz fotografierte. Sie wurde dann von einem Beamten am Arm gepackt und rausgeschoben. Damals (2004) durfte man im Museum noch fotografieren, wohlgemerkt aber ohne Blitz.

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