Zwei Prozent aller ägyptischen Altertümer gestohlen

Zwei Prozent der historischen Artefakte, die in den Magazinen überall im Land aufbewahrt werden, sind nach Revolutionsbeginn am 25.01.2011 gestohlen worden. Das gab der Antikenminister Ägyptens Mohamed Ibrahim heute bekannt.

Vor allem in den ersten Monaten nach der Revolution häuften sich die Berichte über Einbrüche und Diebstähle in den Magazinen. Schon im März letzten Jahres gab das Ministerium die Summe von 800 gestohlenen Objekten aus der pharaonischen, römischen und islamischen Epoche bekannt. Einen Monat später hatten die offiziellen Behörden die Übersicht verloren und konnten keine näheren Angaben mehr machen, was nicht zuletzt an der mangelnden Dokumentation der Objekte lag.

Das soll sich laut Ibrahim nun geändert haben. Die Objekte in den Magazinen und Museen seien mittlerweile dokumentiert, wobei 35% aller ägyptischen Altertümer immer noch nicht ausreichend dokumentiert sind, wie der Antikenminister zugab. Aber immerhin seien sie nun sicher aufbewahrt und es gäbe mittlerweile verschiedene Sicherheitsprozeduren, um das Schmuggeln der Artefakte zu verhindern.


Ägypten ist sehr bemüht, gestohlene Objekte wieder ins Land zurückzuholen. So ist es gelungen, 6000 Artefakte, die nach Israel geschmuggelt wurden, aufzuspüren. Das Ministerium wird bald die Genehmigungen erteilen, um Altertümer, die nach Belgien, Frankreich und den USA geschmuggelt wurden, zu restaurieren.

Natürlich würden nicht alle Objekte illegal außer Landes gebracht werden, so Ibrahim. Ausgrabungsteams hätten früher das Recht gehabt, die Hälfte der gefundenen Altertümer zu behalten. Mittlerweile sei der Anteil auf 5 Prozent gekürzt worden. Skelette und Manuskripte dürfen überhaupt nicht mehr ausgeführt werden.

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