Neuer Antikenminister stellt sein Programm vor

Vergangenen Dienstag bildete Präsident Mursi seine Regierung um und ernannte insgesamt neun neue Minister. Neben der Tatsache, dass nun drei weitere Muslimbrüder in seiner Regierung sitzen, ist u.a. auch die Stelle des Antikenministers neu besetzt worden. Der 53-jährige Ahmed Eissa, ehemaliger Dekan der Antikenfakultät an der „South Valley University“, hat den Posten übernommen. Gegenüber Ahram Online stellte er sein Programm, u.a. zum Schutz der Altertümer, vor.

Eissa will mit den Mitarbeitern des Ministeriums enger zusammenarbeiten, um Ägyptens Erbe – sei es das pharaonische, das griechisch-römische, koptische oder islamische – zu schützen und zu erhalten. Er möchte bestehende archäologische Projekte neu ordnen, ins Stocken geratene Projekte weiterführen und die Fähigkeiten der Archäologen und Kuratoren verbessern. Er hätte jede Menge Ideen, wie er Ahram Online mitteilte, doch vorher müsse er sich erst mal ein genaues Bild von der aktuellen Lage des Ministeriums machen.

Ahmed Eissas „To-Do-Liste“ fasse ich mal hier zusammen:


Sicherheit verbessern

Seine erste Priorität sei es, die Sicherheit an den archäologischen Stätten zu verbessern. Dafür möchte Eissa enger mit der ägyptischen Tourismus- und Antikenpolizei zusammenarbeiten, um besser ausgerüstete Sicherheitskräfte an allen Stätten und Museen aufzustellen. Dazu sollen die Mitarbeiter in hochmoderner Sicherheitsausrüstung geschult werden. Die derzeitig fehlende Sicherheit füge nicht nur dem ägyptischen Erbe einen gehörigen Schaden zu, sondern stoppe auch archäologische Arbeiten und verhindere, dass Touristen das Land besuchen, so Eissa.

Junge Archäologen unterstützen

Eine weitere Top-Priorität von Eissa ist die Unterstützung von jungen und Junior-Archäologen. Er verspricht, sich mit ihnen zusammenzusetzen und ihre Sorgen und Vorschläge anzuhören. Außerdem will er sie den verschiedenen Museen und archäologischen Stätten, je nach Fähigkeiten und Anforderungen, neu zuteilen.

Strukturen im Antikenministerium verbessern/Projekte vorantreiben

Eissa würde gerne die Verwaltung des Antikenministeriums neu aufbauen und dessen Ziele neu überdenken, um die aktuelle Auslastung der Verwaltung besser nutzen zu können. Er will sich außerdem einen Überblick über die aktuelle finanzielle Lage des Ministeriums verschaffen, um Bau-/Entwicklungs- und Restaurationsarbeiten voranzutreiben. Darunter gehören u.a. das Grand Egyptiam Museum am Gizeh Plateau, das National Museum for Egyptian Civilization in Alt-Kairo und die Restaurierung des griechisch-römischen Museums in Alexandria.

Neue Ausstellungen

Altertümer sollen dem Ausland, unter der Auflage, für deren Erhalt und Sicherheit zu garantieren, für neue Ausstellungen zur Verfügung gestellt werden.

Ahmed Eissa will sich bald mit den Vorgesetzten aller Abteilungen des Antikenministeriums und allen Direktoren der archäolgischen Stätten und Museen zusammensetzen, um mit ihnen über verschiedene Dinge zu diskutieren. Zudem will er sich bei allen Stätten ein Bild vor Ort machen.

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentar schreibenBitte sei höflich. Wir wissen das zu schätzen

Dein Kommentar