Doch kein Late-Night-Visit im Tal der Könige

Ach, was hatte ich mich darauf gefreut, einmal bei Mondschein durch das Tal der Könige zu wandeln. Daraus wird jetzt erst einmal nix. Wie einstimmig in den Social Media Kanälen verbreitet wurde, ist das Projekt nach wenigen Tagen wieder zu den Akten gelegt worden.

Laut den Meldungen konnten im Moment einfach nicht genügend Sicherheitskräfte dafür abgestellt werden. Ob es diese Aktion jemals wieder geben wird, ist nicht bekannt. Die offiziellen ägyptischen Medien haben sich (noch) nicht dazu geäußert.


Sehr ärgerlich. Erst groß die Werbetrommel rühren und dann nach wenigen Tagen alles wieder abblasen. Die Begründung mit den wenigen Sicherheitskräften ist zwar verständlich aber das hätte den Verantwortlichen doch sicherlich schon vorher einmal einfallen können. So ist einmal mehr eine Sache groß angekündigt und nicht eingehalten worden (wie auch die groß angekündigte Öffnung von Nefertaris Grab).

 

 

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3 Kommentar(e)

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  • Uta Wolfenstädter

    Die Enttäuschung ist groß. So eine neue Touristen-Attraktion kurz nach Beginn wieder einzustellen, ist schon heftig. Das ist keine Werbung. Zumal keine Gründe genannt werden. Solche groß angelegten Ankündigungen, auch in Bezug auf den fehlenden Tourismus darf sich das Land nicht leisten.

  • Hans Fröhlich

    Ich bin stets verwundert, welche unvorstellbaren Anstrengungen in Ägypten unternommen werden, um das Land und den Tourismus wieder zu beleben. Die Scheinwerfer im Tal der Könige, die Lichter im Luxor-Tempel und die Lichter-Show im Karnaktempel sind aber nicht der Motor für den Aufschwung in der Region. Wer die Lage der Sehenswürdigkeiten kennt, kann sich leicht ausrechnen, wie lange eine Rundreise auf der Westbank andauern würde. Die Zielgruppe für diese Tour würde hauptsächlich von der Nilschiff-Touristen kommen, denn die Hotels sind fast leer.
    Tödlich für die regionale Wirtschaft ist der Umstand, dass alle Hotels, alle Fahrgastschiffe die Superleistung “All inclusive“ anbieten und deshalb kaum noch ein Tourist Interesse daran hat, in regionalen gastronomischen Einrichtungen zu speisen oder dem Basar am Abend einen Besuch abzustatten. Jeder Tourist kann alles in der Hotelanlage käuflich erwerben oder es ist bereits im Reisepreis beinhaltet.
    Es wird der Bevölkerung auch nicht klargemacht, dass durch den schlechten Kurs des Euro zum Dollar, da das ägyptische Pfund am Dollar hängt, im Moment die Preise um mindestens 10-20 % erhöht haben. So bleibt wieder einmal die Kultur mit allen ihren wunderschönen antiken Tempeln und religiösen Anlagen in der Wüstenstadt Luxor auf der Strecke, da nach dem Motto“ Geiz ist geil“ die Schnäppchen der Reisebranche am Roten Meer genutzt werden. Wer wollte wohl mit einer Familie das Ramesseum auf der Westbank mit feinster Illumination für überhöhte Hotelpreise bei Nacht besichtigen.
    Langsam merken es auch die deutschen Sparer, dass ihr Geld auf dem Konto nicht mehr den Wert hat, wie vor fünf Jahren. Da rechnet man schon nach, wo der Urlaub am günstigsten ist.

  • Carola Felsberg

    Ich verstehe es schon, daß derzeit nicht genügend Sicherheitspersonal verfügbar ist.
    Gut möglich, daß die kürzlichen Terroranschläge aktuell Änderungen der Einsatzprioritäten oder der jeweiligen Gefahrenbewertungen ergeben haben.

    Nichts wäre schädlicher für Ägypten, als ein „gelungener“ Anschlag auf Touristen.

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