Fotografie vom äußersten Sarkophag Tutanchamuns
© Griffith Institute, University of Oxford

„Niemand kann dem Namen Tut-Ankh-Amen entrinnen“ – Tutanchamun-Ausstellung in Oxford

Als Howard Carter und sein Mäzen Lord Carnarvon am 04. November 1922 das Grab Tutanchamuns öffneten, war dies eine der Sternstunden der Archäologie im 20. Jahrhundert. Das nicht ausgeraubte Grab war eine Sensation, die Laien und Forscher in ehrfürchtiges Staunen versetzte. 92 Jahre später zeigt das Ashmolean Museum in Oxford eine ungewöhnliche Ausstellung über Pharao Tutanchamun und wer die nächsten Wochen nach Großbritannien reist, der sollte unbedingt einen Abstecher in „Discovering Tutankhamun“ machen.

Hmmm, King Tut Zitronen  © Brier Remner Collection

Hmmm, King Tut Zitronen
© Brier Remner Collection

„Es gibt nur ein Gesprächsthema. Niemand kann dem Namen Tut-Ankh-Amen entrinnen. Er wird auf der Straße gerufen, in den Hotels geflüstert, während die lokalen Geschäfte mit Tut-Ankh-Amen Kunst, Tut-Ankh-Amen Hüten, Tut-Ankh-Amen Kuriositäten, Tut-Ankh-Amen Fotografien werben. Da ist ein Tut-Ankh-Amen Tanz heute Nacht, bei dem es der Hit ist, in Tut-Lumpen zu erscheinen.“. Ein Korrespondent der New York Times schrieb 1923 kopfschüttelnd über die damals grassierende Tutmanie, die ein Jahr zuvor durch eine sensationelle Entdeckung ausgelöst worden war.

Nofretete © Ashmolean Museum, University of Oxford

Nofretete
© Ashmolean Museum, University of Oxford

Über diese Tutmanie erzählt das Ashmolean Museum in der Ausstellung „Discovering Tutankhamun“, angefangen von der Suche über die Entdeckung bis hin zur Auswertung der vielen hundert Objekte, die in Tuts Grab entdeckt wurden. Die Ausstellung möchte die Begeisterung einfangen, die das Grab bei den Menschen damals auslöste und sie zeigt uns, wie moderne Wissenschaftler heute mit den ihnen vorliegenden Belegen arbeiten.


Besucher sehen Harry Burtons Fotografien, Carters handschriftliche Tagebücher, seine Hand-Zeichnungen und Aufzeichnungen, die zwischen 1922-32 in dem Grab gemacht wurden. Viele Objekte aus dem Archiv der Universität des Oxford’s Griffith Institute, das dieses Jahr seinen 75. Geburtstag feiert, sind vorher noch nie in der Öffentlichkeit gezeigt worden.

Ausschnitt aus einem Fresko mit Echnatons Prinzessinnen © Ashmolean Museum, University of Oxford

Ausschnitt aus einem Fresko mit Echnatons Prinzessinnen
© Ashmolean Museum, University of Oxford

Aus der Amarna-Zeit stammen weitere ausgestellte Highlights aus großen internationalen Museen und aus der internen Sammlung des Ashmolean Museums, die laut Presseartikel zu den schönsten Arbeiten aus dieser Epoche gehören. Auch Objekte aus der „Tutmanie“ werden gezeigt, wie Schmuck und Mode aus den 1920ern, Kunstobjekte und Werbung.

Die Ausstellung „Discovering Tutankhamun“ ist vom 24.07. – 02.11.2014 in Oxford, 90km nordwestlich von London, zu sehen.

Cartier Brosche © Private Collection

Cartier Brosche
© Private Collection

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