Foto: Antikenministerium Ägypten

Tutanchamuns Sarkophag liegt nicht mehr in seinem Grab

Seit der Entdeckung von Tutanchamuns Grab im Jahr 1922 war der Sarkophag das Einzige, was neben seiner Mumie in dem Grab zurückgelassen wurde. Im Zuge des ehrgeizigen Projekts, alle Grabbeigaben im Grand Egyptian Museum (GEM) auszustellen, wurde der Sarkpohag nun unter großen Sicherheitsvorkehrungen aus seinem Grab in Luxor nach Gizeh gebracht.

Zumindest aus restauratorischer Sicht war dies allerhöchste Eisenbahn. Der Sarg zeigt mittlerweile einige Risse in seinem vergoldeten Gewand und bedarf einer dringenden Restauration. Die Restaurierungsarbeiten sollen ungefähr acht Monate dauern.

Bei der Eröffnung des GEMs sollen alle drei Sarkophage des Königs das erste Mal gemeinsam ausgestellt werden. Die drei Sarkophage waren ursprünglich ineinandergeschachtelt. Der kleinste war aus purem Gold, während die anderen beiden aus Holz mit einer Schicht aus Gold angefertigt wurden.

In Tutanchamuns Grab liegt also nur noch seine Mumie allein in einem gläsernen Schaukasten, während bald all seine Grabbeigaben für ein ewiges Leben im Jenseits im neuen Mega-Museum präsentiert werden…

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4 Kommentar(e)

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  • NIXE

    wie traurig…von allen seinen grabbeigaben hat man ihm nichts gelassen

  • Christoph

    Dann gehört seine Mumie auch ins Museum,damit er wieder mit seinen Grabbeigaben verreint ist.

  • Kerstin Wiggers

    Wäre es der Antikenverwaltung nicht eine Überlegung wert, die ganze Entdeckung beisammen zu lassen? „Tut“ war kein bedeutender Pharao. Was ihn so einzigartig macht, ist, dass sein Grab (beinahe) unberührt war. Warum wird er nicht zusammen mit seinen Grabbeigaben der Nachwelt „gezeigt“? Seine beinahe nackte Mumie im Grab, die Grabbeigaben im Museum. Für mich fühlt sich das wie auseinandergerissen an. Seine Bedeutung für die Nachwelt hat Tutanchamun nur dadurch erlangt, weil sein Grab nicht beraubt wurde, jedenfalls nicht in dem Maße, wie andere Gräber. Soll das jetzt nachgeholt werden? Aus welchem Grund? Aus wirtschaftlichen Gründen ist es für Ägypten wichtig, solche Außergewöhnlichkeiten zu zeigen. Aber warum werden sie nicht im Kontext belassen, und seien es auch nur Repliken? Jetzt liegt er beinahe nackt unter einem Glasdeckel, all der Dingen beraubt, die zu seiner Zeit wichtig waren. Für mich fühlt es sich an, als wäre er seiner Daseinsberechtigung beraubt. Was wäre die Alternative? Pharao mit seinen Grabbeigaben (Repliken) in seinem Grab? Pharao mit seinen Grabbeigaben (in einem seiner Särge) im Museum?
    In einem Museum, in dem Moorleichen ausgestellt werden, wurde ich um meine Meinung gebeten: Halte ich es für vertretbar, dass diese Körper gezeigt werden?
    Nein, ich halte das nicht für vertretbar. Fotos müssen reichen. Und genauso denke ich darüber bei Pharao. Mal ehrlich: Wer würde seinen Opa zur Schau stellen, nur weil er als Toter immer noch toll aussieht oder ein grandioses Grabmal hat? Pharao und seine Schätze sollen gezeigt werden, aber er selbst nur in einem seiner Särge. Für den „Realismus“ reichen Fotos.

  • mckracken

    Wer will schon Kopien von den Grabbeigaben sehen? Ich nicht. Hast du eine Ahnung wie vollgestopft das Grab war? Und einen lebenden Enkel hat der ja auch nicht mehr der sich darüber beschweren könnte, das sein Sarg offen ist….
    Ich finde es super cool den grossen Pharaonen ins Gesicht sehen zu können.

    Mir tut es nur leid das die Grabbeigaben nicht an seinem Platz bleiben können, falls die alten Ägypter recht hatten und die ganzen Sachen dann in seinem Jenseitigem Leben fehlen!

    Aber schon alleine aus Konservierung und Sicherheitsbedenken ist das schlicht utopisch.

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