Zweite Phase des Cheops Sonnenbarken Projekts in Gizeh startet

Im Jahr 1954 entdeckte der ägyptische Archäologe Kamal el-Mallak nahe der Cheops-Pyramide die erste Sonnenbarke, die heute im Cheops Boat Museum ausgestellt ist (siehe Bild links). Direkt daneben entdeckten die Forscher eine zweite, ähnliche Struktur, doch diese blieb 30 Jahre lang unberührt, bis 1987 ein japanisches Team von der Waseda Universität elektromagnetische Messungen durchführte. 1992 begannen die Japaner dann endlich damit, das Schwesterschiff auszugraben, um es irgendwann einmal restauriert der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Auf einer Pressekonferenz am Montag wird nun der Antikenminister Mohamed Ibrahim die 2. Phase des Restaurationsprojektes ankündigen.

In der zweiten Phase wird das japanische Team Proben von den Holzbalken des Schiffes entnehmen und analysieren lassen. Die Sonnenbarke soll dann in einem speziellen Museum am Gizeh Plateau restauriert werden.

Die erste Projektphase dauerte zwei Jahre und beinhaltete topografische Radarunterschungen im Areal der zweiten Sonnenbarke. Ein großer Hangar wurde errichtet über der Grube, in der die Barke liegt, mit einem kleineren Hangar darin, der den oberen Teil der Barke sichern soll. Die Hangars wurden so konstruiert, dass sie die hölzernen Überreste während der Analyse- und Aufbereitungsarbeiten schützen sollten.


Das Areal wurde außerdem mit Lasern gescannt, vor allem die Mauer zwischen der Großen Pyramide und der Schiffsgrube. Ibrahim betonte, dass die erste Phase auch darin bestand, die 41 Steinblöcke wegzuschaffen, welche die Schiffsgrube während der letzten 4500 Jahre geschützt hatten.

Das japanische Team befreite die Grube und die Sonnenbarke von Insekten und fand eine Kartusche mit dem Namen des Königs Cheops und dem des Kronprinzen Djedefre.

Eine unerfreuliche Entdeckung war ein Wasserleck vom benachbarten Cheops Boat Museum. Das Wasser hatte bereits einen Teil des Holzes geschädigt, so dass die Wissenschaftler schnell reagieren und zunächst das beschädigte Holz restaurieren mussten.

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