Im Tal der Könige wurde eine der ältesten Sonnenuhren der Welt entdeckt

Vor etwas über einem Jahr konnte das Team um Susanne Bickel von der Universität Basel schon von einem aufregenden Fund berichten: Ein neues Grab im Tal der Könige (KV64) wurde entdeckt. Nun entdeckte das Basler Team einen weiteren bedeutsamen Fund: eine der ältesten Sonnenuhren der Weltgeschichte.

Die antike Sonnenuhr wurde im Bereich einiger Steinhütten gefunden, in denen im 13. Jh. vor Chr. die im Tal der Könige arbeitenden Handwerker lebten. Vielleicht diente die Sonnenuhr für die Messung der Arbeitszeiten oder sie hatte etwas mit der 12-stündigen Fahrt des Sonnengottes in der Unterwelt zu tun, wie auf der Internetseite der Universität nachzulesen ist (mit Bild der Sonnenscheibe).

Die Sonnenuhr befindet sich auf einem Ostrakon (Scherbe, die im alten Ägypten als Schreibmaterial benutzt wurde). Sie besteht aus einem schwarzen Halbkreis mit zwölf Unterteilungen zu etwa 15 Grad. In der etwa 16cm langen horizontalen Grundlinie ist ein Loch eingefasst, in dem ursprünglich ein Holz- oder Metallstift befestigt war. Durch den Schatten, den dieser warf, konnten die alten Ägypter problemlos die Stunden ablesen. Durch die kleinen Punkte in der Mitte jedes Stundenwinkels konnte eine noch genauere Zeitmessung erfolgen.


Weiterhin erwähnt die Internetseite, dass mittlerweile das gesamte Fundmaterial aus den unteren Schichten von KV64 dokumentiert werden konnte. Ob es weitere Erkenntnisse darüber gibt, wer ursprünglich in dem Grab, das wahrscheinlich in der 18. Dynastie angelegt wurde, bestattet wurde, steht dort leider nicht.

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