Ältester Fall von Krebs an einer ägyptischen Mumie entdeckt

Durch die Untersuchungen an Mumien erfahren wir jede Menge über das Leben und Sterben im alten Ägypten. So wissen wir auch, dass Krebs nicht nur in der heutigen Zeit verbreitet war, sondern auch schon die Menschen im alten Ägypten darunter gelitten haben. Anhand eines 3200 Jahre alten Skeletts konnten Wissenschaftler nun den ältesten Fall von Krebs belegen.

Das Skelett des jungen Mannes, der nicht älter als 25-35 Jahre alt wurde und ca. 1200 v. Chr. lebte, fanden Archäologen in Amara (nördliches Sudan). Er war zu Lebzeiten an einem Weichteiltumor erkrankt, der schon in die Knochen gestreut war. Bis heute sieht man dort noch kleine Läsionen (von lateinisch laesio ‚Verletzung‘).


Gendefekt? Umweltfaktoren? Oder Bilharziose?

Als Ursache von Krebserkrankungen gelten heute Umwelteinflüsse und genetische Faktoren. Warum der Mann genau an Krebs erkrankte, wissen die Forscher nicht. Ursachen könnten auch hier genetische Faktoren oder krebserregende Stoffe in der Umwelt sein. So waren die alten Ägypter oft den Ruß von Feuerstellen ausgesetzt, was gesundheitlich von heutigen Maßstäben her sehr bedenklich ist.

Sogar eine Infektion mit Parasiten könnte die Ursache für den Tumor sein. So litten die Menschen früher oft an der weit verbreiteten Bilharziose. Dabei dringen kleine Larven der Schistosomen (Saugwürmer) durch die Haut in die Körper von Mensch und Tier und ernähren sich dort vom Blut ihres Opfers. Wie wir heute wissen kann die Bilharziose Auslöser von Blasen- und Brustkrebs bei Männern fördern, wie die Forscher im Fachmagazin PLoS ONE erklären.

Keine Erkrankung der Neuzeit

Schon vor zwei Jahren belegte die Untersuchung einer 2200 Jahre alten männlichen Mumie, an der Prostatakrebs nachgewiesen wurde, dass Krebs keinesfalls eine Erkrankung der Neuzeit ist. Dennoch sind solche Funde die Ausnahme, weshalb wenig über Krebs in der Antike bekannt ist, so Michaela Binder von der Durham University.

Den ganzen Artikel findet ihr bei der Scinexx

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