Foto: Andrea Vinkenflügel

Aufwertung des Pyramidenareals fast abgeschlossen

Seit Jahren schon will das ägyptische Antikenministerium die Region rund um die Pyramiden aufwerten (wir haben mehrfach darüber berichtet). Nachdem die Geldmittel öfters erschöpft waren, scheinen die Arbeiten endlich zu einem Abschluss zu kommen. Mittlerweile sollen immerhin 70% der geplanten Arbeiten fertiggestellt sein.

Eine der sichtbarsten Neuerungen wird der neue Besuchereingang an der so genannten Faijumstraße sein, also weg vom Mena House Hotel (der Eingang wird, von der Sphinx aus gesehen, hinter den Pyramiden liegen) Hier soll ein großer Parkplatz für Touristenbusse und Taxis bereitstehen. Bevor die Besucher das Pyramidenareal betreten, müssen sie durch ein großes Besucherzentrum, in dem die Pyramiden und Monumente von Gizeh in einer stereografischen Projektion (3D) vorgestellt werden.


Elektroautos und ausgewiesene Verkaufsbereiche

Besucher, die nicht mehr gut zu Fuß sind (oder einfach nur fußfaul sind, zumindest wird man bald einige Meter mehr zu den Pyramiden und der Sphinx laufen müssen), können sich mit Elektroautos über das Areal fahren lassen. Besucher, die lieber klassisch auf dem Kamel reiten möchten, müssen bald zu einem extra ausgewiesen Areal gehen, wo sich die Pferde- und Kameltreiber aufhalten dürfen. Aufdringliche fliegende Händler sollen ebenfalls in ihre Schranken verwiesen werden. Neben einem Basarbereich am Eingang, der Platz für 50 Stände bietet, soll direkt daneben ein Bereich mit kleineren Verkaufsständen entstehen.

Big brother is watching you

Für Sicherheit sorgen in Zukunft 197(!) Überwachungskameras (61 davon offline) und sieben Sicherheitsschleusen am Eingang, wie das Antikenministerium auf Anfrage der Daily News Egypt mitteilte. Solarlampen werden das Wüstenareal auch in dunklen Nächten beleuchten. Außerdem sollen in mehreren Gebäuden die Touristenpolizei, Feuerwehrautos und Krankenwagen untergebracht werden. Hubschrauber können auf vier Landeplätze starten und landen. In dem neuen Verwaltungsgebäude des Antikenministeriums sollen für drei Tage die Woche Angestellte die weitere Entwicklung des Projektes und den Bau des Neuen Grand Egyptian Museum beobachten.

Die letzten 30% sollen in den nächsten Wochen fertig gestellt werden. Dazu gehören auch die Restauration der Gräber und anderen archäologischen Stätten in diesem Gebiet. Als letzter Schritt wird der Eingang am Mena House geschlossen und der neue an der Faijum Straße geöffnet.

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2 Kommentar(e)

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  • promachus

    Wäre *sehr* dankbar wenn die ganzen Kamele alle vor dem Eingang auf Kundschaft warten. (Kamele gehören auch nicht zum alten Ägypten (las gerade das es sie gab aber wurden nicht gehalten)

    Wies jetzt ist hat man im Gelände fast keine Ruhe beim Ansehen.

  • Anne Hesmer

    Wie würdest du das machen wenn du das entscheiden dürftest? Ich überlege gerade wo das ganze Hubschrauberzeugs hin soll und diese E-Autos. Kann mir das gerade nicht so vorstellen. Und meine Vorstellungskraft ist eigentlich ganz gut.(sonst würde ich ja nicht comics zeichnen) 0:-)

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