In den Katakomben von Kom el-Shukafa, Alexandria. Bild: Friedrich Graf

Bei den Katakomben von Kom el-Shukafa in Alexandria entsteht ein Freilichtmuseum

Die Katakomben von Kom el-Shukafa gehören zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten in Alexandria. Die Grabanlage entstand im 2. Jh. n. Chr. also in der römischen Epoche, die Motive zeigen aber noch typische Szenen aus der pharaonischen Zeit mit griechisch-römischen Einflüssen. Das Antikenministerium plant nun das Areal zu einem Freilichtmuseum umzubauen, in dem die wichtigsten Funde ausgestellt werden.

Bild: Friedrich Graf

Das Museum soll in vier Sektionen unterteilt werden, wie Mostafa Waziri, Generalsekretär der Altertümerverwaltung der Ahram Online mitteilte Die erste Sektion wird sich mit den Grabstrukturen beschäftigen, die zweite mit religiösen Gebäuden, die dritte mit Zivilbauten und in der vierten werden Sonderausstellungen zu sehen sein:

  • In der ersten Sektion werden 34 Sarkophage ausgestellt. Zwei Gräber, die zur Zeit demontiert und im Magazin gelagert sind, sollen wieder aufgebaut und dort gezeigt werden.
  • In der zweiten Sektion wird eine Reihe von Sphinx-Statuen und die Überreste des „Semouha“ Tempels zu sehenn sein, der sich zur Zeit ebenfalls noch im Magazin befindet.
  • In der dritten Sektion werden die Überreste von Säulen und Statuen zu sehen sein.
  • In der vierten Sektion werden Stücke ausgestellt, die für das Grand Egyptian Museum vorgesehen sind und die nach Abschluss der Renovierungsarbeiten in Alexandrias griechisch-römischen Museum ausgestellt werden sollen. Später sollen dann neu entdeckte Fundstücke aus dem Areal dort gezeigt werden.

Wann wir das Freilichtmuseum von Kom el-Shukafa besichtigen können, steht leider noch nicht fest.

Bild: Friedrich Graf

Die Katakomben von Kom el-Shukafa wurden 1900 zufällig entdeckt, als ein Esel in dem brüchigen Boden einbrach und mehr als 10m in die Tiefe stürtzte. Die Gräber wurden ursprünglich nur für eine Familie angelegt, die noch die altägyptische Religion praktizierte. Später wurde die Anlage erweitert. Die Wandbilder zeigen eine Kombination aus ägyptischen, griechischen und römischen Einflüssen. Insgesamt mehr als 300 Tote wurden in den Katakomben gefunden.

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