Salzablagerungen zu Füßen des Sphinx

Grundwasser bedroht die Sphinx – USA hilft

Wer die Pyramiden und die Sphinx in den letzten Jahren besucht hat, der hat in ihrer unmittelbaren Nähe auch die Pfützen gesehen und Pumpenanlagen. Kaum zu glauben, aber im Übergang zwischen Kairo und der Wüste ist der Grundwasserspiegel so hoch, dass er die berühmten Bauwerke bedroht. Bei seinem Besuch des Gizeh-Plateaus sagte der US-amerikanische Botschafter Stephen Beecroft nun weitere Hilfe zu.

Vor etwa 10 Jahren zeigte sich das Grundwasser erstmals an den tiefer gelegenen Stellen des Plateaus. Die im Wasser gelösten Salze können mit der Feuchtigkeit in die Fundamente der Bauwerke eindringen und dort Schäden verursachen.


$100 Mio in 20 Jahren

Seit dem Jahr 2000 versuchen die ägyptischen Behörden in Zusammenarbeit mit der United States Agency for International Development (USAID), das Grundwasser an verschiedenen Stellen im ganzen Land abzusenken – nicht nur in Gizeh, sondern bspw. auch im alten Kairo, in Luxor und am Edfu-Tempel. Insgesamt stellte USAID in den letzten 20 Jahren mehr als 100 Mio. Dollar für die Erhaltung und Restaurierung der altägyptischen Altertümer zur Verfügung.

Botschafter Beecroft betonte, dass die weltbekannten Kulturschätze Ägyptens nicht nur als Erbe der Menschheit erhalten werden müssten, sondern dass sie auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor seien und Jobs und Einkommen für die Menschen garantierten. Die USA wollen daher helfen, dieses Weltkulturerbe zu erhalten, zu restaurieren und für Ägyptens Tourismusindustrie zu beschützen.

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