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Öfen und Mauern entlang der Sphingenallee in Luxor gefunden

Während der Restaurationsarbeiten an der Sphingenallee in Luxor wurden von den ägyptischen Archäologen einige interessante Entdeckungen gemacht. Mehrere runde Brennöfen wurden gefunden, die vermutlich bei der Herstellung von Tongefäßen oder Fayence verwendet wurden, sowie unterschiedliche Mauern entlang der Allee.

Überreste zweier Brennöfen nahe der Sphingenallee. Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten
Antike Mauern und Brennöfen nahe dem Karnaktempel in Luxor. Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

Die Brennöfen wurden in der Nähe einer Lehmziegelwand gefunden, die 2,5m hoch und 3m dick ist. Sie besteht aus 17 Ziegelreihen und wird, wie die Öfen, in die römische Zeit datiert. Diese Mauer, die im Vorbereich des Chonstempels (Südwestecke des Karnaktempels) gefunden wurde, verlängert eine frühere Mauer aus Sandsteinblöcken, die in der Spätzeit des ägyptischen Reiches parallel zur Sphinxallee verlief. Da sie auf der Westseite der Prozessionsstraße stand, also zwischen der Straße und dem Nil, diente sie vermutlich dem Schutz vor der alljährlichen Nilflut.

Der Plan, die Sphingenallee wieder aufzubauen, die in alter Zeit den Karnak- und den Luxortempel verband, wurde schon vor der Revolution 2011 gefasst. Die modernen Häuser, die im Laufe der Jahrtausende darauf “gewachsen” waren, wurden dafür abgerissen und immer wieder tauchten Meldungen auf, dass die Allee nun bald eröffnet würde (wir berichteten). Wenn das Projekt irgendwann wirklich beendet ist, wird die 2,7 km lange Prozessionsstraße, die dann von 1200 Widder-Sphingen gesäumt sein soll, tatsächlich wieder begehbar sein – und Luxor einen weiteren Touristenmagneten haben.

Die Sphingenallee vor dem Luxortempel 2012

 

5 Gedanken zu „Öfen und Mauern entlang der Sphingenallee in Luxor gefunden“

  1. Wenn die Prozessionsstrasse dann dereinst mal fertiggestellt ist wäre es doch schön, wenn wieder ein Opet-Fest veranstaltet werden würde 😊

  2. Gute Idee! Ein mehrtägiges Volksfest, incl. einer nachgestellten Prozession vom Karnak- zum Luxortempel mit (Repliken der) Götterstatuen und Ägyptern in alten Kostümen. Das würde weltweite Berichterstattung garantieren! 🙂

  3. Tja, dazu muss sie aber erst einmal fertig sein.
    Wir können ja mal ‘ne Wette abschließen. Was ist eher fertig:
    Die Sphingenalle, das GM oder der BR…

  4. Hat auch schon einmal jemand bedacht, wie viele Existenzen der dort lebenden Ägypter durch den Abriß der modernen Häuser vernichtet wurden?

  5. @Rosi. Diese Häuser wurden zu 90% illegal errichtet. Dennoch bekamen die Bewohner eine Entschädigung. Das wurde mir von mehreren Ägyptern vor und nach der Revolution berichtet.

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