Ballon-Drohne soll Hohlraum in der Cheops-Pyramide untersuchen

Im November fanden die Forscher des ScanPyramids-Projektes heraus, dass es innerhalb der mehr als 4500 Jahre alten Großen Pyramide von Pharao Cheops zwei große, bisher unbekannte Hohlräume geben muss. Um diese zu untersuchen, wird nun eine Art Mini-Zeppelin entwickelt, der durch ein kleines Bohrloch geschoben und erst im Hohlraum aufgeblasen wird. Dort löst sich die Ballon-Drohne dann und fliegt durch den Hohlraum, gesteuert von den den Wissenschaftlern außerhalb.

Das ScanPyramids-Projekt nutzt seit etwa 2 Jahren natürlich vorkommende Myonen – das sind durch kosmische Strahlung entstandene Elementarteilchen, die feste Körper durchdringen können – um verschiedene Pyramiden Ägyptens zu scannen (wir berichteten mehrfach). Nachdem bei Scans an der Knickpyramide des Snofru keine geheimen Kammern gefunden wurden, hatte es zur allgemeinen Überraschung ausgerechnet an der berühmtesten Pyramide der Welt, der Cheops-Pyramide, Hinweise auf Hohlräume gegeben.


Frankreichs Digital-Wissenschaftler

Entwickelt wird die Drohne von der französischen Forschungseinrichtung „Inria“, die sich der digitalen Wissenschaft verschrieben hat, in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung in Paris. Die Onlineplattform „Digital Trends“ zitiert Dr. Jean-Baptiste Mouret, einen der leitenden Forscher bei Inria, mit der Aussage, dass man einen Roboter entwickeln wollte, der durch ein möglichst kleines Loch passen sollte. Man habe sich am Ende auf eine Lochgröße von 1,4 Zoll (ca 3,5 cm) geeinigt, was als bester Mittelwert zwischen minimaler Lochgröße, aktueller Robotik-Technologie und sinnvoller Bohrmaschine erscheint.

Prallluftschiff durch Mini-Loch

Bei der Überlegung, welche Art von Roboter man einsetzen wolle, habe man sich schließlich für ein Prallluftschiff entschieden, umgangssprachlich auch Zeppelin genannt, weil es energieeffizienter als eine herkömmliche Drohne mit mehreren Propellern sei und außerdem auch gegen Wände oder Gegenstände stoßen könne, ohne Schaden zu verursachen oder selbst Schaden zu nehmen. Außerdem liege so ein Fluggerät auch ruhiger in der Luft, was wichtig sein, wenn man Bilder in schlecht beleuchteter Umgebung machen wolle.

Dieses Video zeigt die geplante Vorgehensweise der Forscher:

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  • Lutz

    Response of the Ministry of Antiquities on using an exploration robot inside the Grat Pyramid of Giza

    https://www.facebook.com/Ministry-of-Antiquities-وزارة-الآثار-172009302844728/

    17.12.2017

    „Dr. Mostafa Waziri, Secretary-General of the Supreme Council of Antiquities denies all reports published in some international newspapers and online news agencies that French researchers are fabricating an exploration robot that is set to reveal the secrets of mystery chambers inside the Great Pyramid of Giza.
    He asserted that the ministry of Antiquities and the Permanent Committee of the Ancient Egyptian Antiquities didn’t give any approval for the production or usage of an exploration robot inside the Great Pyramid for the French researchers or any local or global entities. …“

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