Mehr Licht und mehr Sicherheitstechnik an den Pyramiden — und Zahi Hawass!

Antikenminister El-Enany informierte sich gestern vor Ort über den Stand des Gizeh Plateau Entwicklungsprojekts, das kurz vor seinem Abschluss steht. Dieses Projekt war bereits 2009 ins Leben gerufen worden, wurde nach der Revolution von 2011 aber zunächst nicht weiterverfolgt und erst im vergangenen Jahr wieder aufgenommen.
Ashraf Mohi, der Generaldirektor des Gizeh-Plateaus, zeigte die neuen Errungenschaften: ein Verwaltungsgebäude, ein Besucherzentrum und die neue Sicherheitstechnik. Noch nicht ganz fertig ist das Lichtsystem, das die Pyramiden abends bald in neuem Glanz erstrahlen lassen soll.

Scan Pyramids Projekt jetzt an der Cheops-Pyramide

Danach besuchte der Minister das Scan-Pyramids-Team und traf dabei auf einen alten Bekannten: den ehemaligen Antikenminister aus der Mubarak-Ära Zahi Hawass. Hawass gehört dem wissenschaftlichen Komitee an, das die Scanarbeiten überwacht. Beim Scan-Pyramids-Projekt wird mithilfe von kosmischen Partikeln, sogenannten Myonen, das Innere der verschiedenen ägyptischen Pyramiden durchleuchtet (wir berichteten mehrfach).


Der Leiter des Projekts Hamada Anwar berichtete, dass man vier Teleskope vor der Ost- und der Nordseite der Cheopspyramide aufgestellt habe, mit denen derzeit die Myonen gemessen werden. Ziel der Untersuchung ist es herauszufinden, ob es unbekannte Räume oder Kammern in der Pyramide gibt. Gerade an der Ostseite hatte eine frühere Thermografie-Untersuchung ja Anomalien gezeigt, die auf unbekannte Hohlräume hindeuten könnten.

Zahi is back!

In seiner unverkennbaren Art wischte Hawass zunächst einmal alle bisherigen Ergebnisse des Projekts vom Tisch. Diese seien alle falsch, sagte er der Ahram Online. Aber das neue Komitee, das er leite, werde ab jetzt alle Scans überwachen und der Welt die richtigen Ergebnisse mitteilen. Er persönlich glaube eigentlich nicht an diese neue Scantechnik, hoffe aber, dass er falsch liege. Wenn man auf den Scans wenigstens eine der drei bekannten Kammern erkennen könne, dann werde man auch weitermachen. Tatsächlich vermutet er, dass es eine noch unbekannte Grabkammer in der Pyramide geben könnte. Aber man brauche schon Ägyptologen, um das Ganze zu überwachen, sonst würden nur Fehler gemacht.

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  • Anne Hesmer

    Der liebe Zahi…. Man weiß nie so genau, was er denkt und vor hat. Die Leute finden sein Handeln und seine Aussagen teils für unangemessen bzw verstehen nicht immer,worauf er hinaus will, aber andererseits möchten sie auf ihn auch nicht verzichten. Es bleibt also spannend, wie es mit ihm und dem Pyramidenprojekt weiter geht. Ich bin ja mal gespannt. 🙂

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