Foto Heb-Sed-Hof der Stufenpyramide
Blick vom Heb-Sed-Hof auf die eingerüstete Stufenpyramide des Pharaos Djoser

Zustand der Stufenpyramide: UNESCO will Klarheit

Nachdem es in den letzten Wochen widersprüchliche Meldungen zu den Auswirkungen der Restaurationsarbeiten an der Stufenpyramide in Sakkara gegeben hatte, hat sich nun die UNESCO eingeschaltet. Sie fordert Auskunft über die Arbeiten an dem Monument, das natürlich zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Laut Tamar Teneishvili von der Kulturabteilung des UNESCO-Büros Kairo hat das Welterbe-Zentrum in einem Brief an das Antikenministerium um einen „detaillierten technischen Bericht“ über die Restaurationsarbeiten gebeten. Darin werde auch gefragt, ob man sich an die Empfehlungen gehalten habe, welche die UNESCO im Jahr 2011 für die Restaurierung ausgesprochen hatte. Nun warte man die Antwort des Ministeriums ab, um dann ggf. über weitere Schritte zu entscheiden.


Vorwürfe gegen die Baufirma Shurbagy, die angeblich keinerlei Erfahrung mit Restaurierungen hätte, kamen vor allem von Amir Gamal, einem Aktivisten der „Non-stop Robberies“-Bewegung. Er behauptete sogar, dass 2012 ein großer Teil der Pyramide eingestürzt sei.

Antikenminister El-Damaty war diesen Vorwürfen kürzlich in einer Pressekonferenz direkt an der Stufenpyramide entgegengetreten und hatte behauptet, dass durch die Restaurierung weder an der Außenseite noch im Inneren der Pyramide etwas abgefallen sei. Zum Beweis hatte er den Journalisten deshalb auch den Zugang zum Pyramideninneren ermöglicht.

Jetzt wurde es der UNESCO wohl zu bunt und man beschloss anscheinend, sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Nun ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass der angeforderte Bericht etwas Anderes aussagen wird, als Minister El-Damaty bereits verkündet hat – schließlich wird der Bericht ja von seinem eigenen Ministerium verfasst. Aber die Gegner der Restaurierung werden sicher auch keine Ruhe geben und der UNESCO vermutlich ebenfalls ihre Argumente und Beweise – notfalls auch ungefragt – vorlegen.

Für uns und alle anderen Liebhaber der altägyptischen Kultur nährt das die Hoffnung, dass wir vielleicht bald die Wahrheit über den wirklichen Zustand der ältesten Pyramide Ägyptens erfahren werden.

Quelle: The Cairo Post

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