Einer der neuen "Memnon"-Kolosse.
Einer der neuen "Memnon"-Kolosse. Foto: Jane Akshar

Zwei weitere Memnon-Kolosse erheben sich nun über Theben-West

Seit 1970 arbeitet ein deutsch-ägyptisches Team im Bereich der Memnon-Kolosse, wo sich einst der Totentempels Amenophis III. erhob. Nach jahrelangen Ausgrabungen und Restaurationsarbeiten muss gestern ein ganz besonderer Tag für das Grabungsteam um die deutsch-armenische Archäologin Dr. Hourig Sourouzian gewesen sein: Seit gestern erheben sich nun vier statt zwei Statuen unverhüllt über den Köpfen der Besucher.

Eine der beiden neuen Statuen ist 11,5m hoch und 250 Tonnen schwer. Ursprünglich war der sitzenden Pharao sogar 13,5m hoch und 450 Tonnen schwer, doch die Doppelkrone ging im Laufe der Zeit verloren. Die zweite Statue zeigt Amenophis III. in stehender Position. Sie wurde am nördlichen Teil des Tempels wieder aufgestellt.

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Auch bei den beiden neuen Kolossen sind die Schäden groß. Verursacht wurden sie hauptsächlich durch ein Erdbeben im Jahr 27 v. Chr. Aber auch die Zeit, sowie Grundwasser, Salzablagerungen und Vandalen, meinten es nicht gut mit dem ehemaligen Totentempel, der um 1350 v. Chr. erbaut wurde. Doch es gibt noch ein paar wunderschöne Details, wie die beiden Reliefs von der Vereinigung Ober-und Unterägyptens, die an beiden Seiten der sitzenden Statue zu sehen sind. Die Statue seiner Mutter Mutemwia, die ursprünglich auf seiner linken Seite gesessen hat, fehlt. Doch an seiner rechten Seite steht noch eine kleine, wundervoll anzuschauende Statue von Amenophis‘ Ehefrau Teje.

Während ihrer Ausgrabungen konnten die Archäologen mehrere Bruchstücke und Statuen bergen. Erst im Feburar entdeckten sie noch Teile von einem der „alten“ Memnon-Kolosse

Kom el-Hattan soll nach Beendigung der Ausgrabungen zu einem Freilichtmuseum für Besucher werden.

Mehr Bilder findet ihr bei Jane Akshar

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