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Mikro-CT-Scan des mumifizierten Fötus mit Anenzephalie. © Andrew Nelson, University of Western Ontario

Falkenmumie enthält deformierten menschlichen Fötus

Im Jahr 1925 spendete ein Arzt in Maidstone, einer Stadt im britischen Kent, dem örtlichen Museum eine kleine Mumie. Aufgrund der Form und der Bemalung der Gips-Kartonage, in welcher die Mumie eingehüllt ist, glaubten alle, dass es sich hierbei um eine Falkenmumie handelte. Die alten Ägypter mumifizierten viele Tiere, auch Falken, die den Gott Horus verkörperten. Schon 2016 hatte man bei einem CT-Scan herausgefunden, dass in der Kartonage aber gar kein Falke, sondern ein kleiner Fötus mit traditionell überkreuzten Armen steckte. Neueste Mikro-CT-Scans haben nun gezeigt: Der Fötus hatte eine seltene Fehlbildung, nämlich Anenzephalie.

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Bilder: Paul Burston

Meritamun erwacht nach 2000 Jahren wieder zum Leben

In einem multidisziplinären Ansatz haben Wissenschaftler und Künstler das Gesicht einer ägyptischen Frau ermittelt und wiederhergestellt, deren 2000 Jahre alter Kopf lange in den Kellerregalen einer australischen Universität lag. In weiteren Untersuchungen soll nun noch mehr über das Leben und die Herkunft dieser Frau erforscht werden, vielleicht sogar Details aus ihrem Leben: woher sie stammte, welche Krankheiten sie hatte und wie sie sich ernährte.

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Mumie der Dame Rai, frühe 18. Dynastie. Bild aus G.E.Smith, The Royal Mummies, Kairo 1912, Copyright abgelaufen.

Bleichgesichter im alten Ägypten

An einem 3500 Jahre alten, mumifizierten Kopf aus dem Museum für medizinische und forensische Anthropologie in Madrid fanden Forscher eine Hautkrankheit, die vermutlich durch den regelmäßigen Gebrauch von Hautbleichmitteln hervorgerufen wurde.

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Zwei Paviane rechts und links neben einem Udjat-Auge (oben). Foto: Anne Austin

Mumie mit aufwändigen Tattoos in Deir el-Medina

An einer etwa 3000 Jahre alten Mumie entdeckte Anne Austin, Bioarchäologin an der kalifornischen Stanford Universität, eine Reihe von ungewöhnlichen Tätowierungen, die Gegenstände darstellen. Es handelt sich angeblich um die ersten tätowierten Darstellungen von Tieren und Pflanzen auf einer ägyptischen Mumie aus der dynastischen Zeit. Die Tattoos hatten vermutlich eine religiöse Bedeutung.

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Kopf der Mumie Thutmosis III., aus dem Catalogue Général, The Royal Mummies, G.E. Smith 1912, Copyright expired

Das Who-is-who der Mumien: Thutmosis III.

Thutmosis III. (altägyptisch: Djehutimes, Thronname Men-cheper-Re) war das Kind von Thutmosis II. und dessen Nebenfrau Isis. Als sein Vater starb, war Thutmosis III. noch ein kleines Kind. Daher übernahm zunächst seine Stiefmutter, die Große Königliche Gemahlin Hatschepsut, die Regentschaft für ihn. Seine Regierungszeit wird mit 54 Jahren angenommen, wobei während der ersten 22 Jahre Hatschepsut die Regierung führte; erst danach übte er tatsächlich die Alleinherrschaft über Ägypten aus. Er führte eine Vielzahl von Feldzügen, durch die er Ägyptens Grenzen erweiterte und sicherte. Da sein erster Sohn, Amenemhat, noch zu seinen Lebzeiten starb, folgte ihm sein zweiter Sohn Amenophis II., der vermutlich bereits in den beiden letzten Regierungsjahren seines Vaters als Koregent agierte, auf den Thron.

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