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Die Mumie des Nesyamun wird in den CT-Scanner gefahren © Leeds Teaching Hospitals/Leeds Museums & Galleries

Forscher rekonstruieren Stimme eines 3000 Jahre alten ägyptischen Priesters

DNA-Untersuchungen, hochauflösende CT-Scans, Gesichtsrekonstruktionen,… Es gibt viele Arten, Personen, die schon seit vielen Jahrtausenden Tod sind, neues Leben einzuhauchen. Eine ganz besondere Methode ist jetzt neu hinzugekommen. Forscher der Universitäten in London, York und des Museums in Leeds konnten die Stimme eines vor 3000 Jahren verstorbenen Menschen rekonstruieren.

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Foto: Antikenministerium Ägypten

Deckel drauf! Und was wird mit Tuts Mumie?

Manchmal geht alles dann doch viel schneller, als gedacht. Kaum haben wir darüber berichtet, dass man überlegt, wie man den gebrochenen Deckel von Tutanchamuns Quarzitsarkophag wieder auf den Sarg bekommt, da hat man es auch schon gemacht. Anscheinend war es dann doch nicht so schwierig, wie befürchtet. Antikenminister El-Enany und Mostafa Waziri vom Obersten Rat für Altertümer konnten gestern schon das Ergebnis vor Ort kontrollieren.

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Modell des Kopfes von Meresanch III. © Habicht et al., Institut für evolutionäre Medizin, Uni Zürich

Meresanch III mit krankhafter Schädelform?

Bei wissenschaftlichen Untersuchungen von Schädeln königlicher Mumien fiel Forschern der Universität Zürich auf alten Fotos der Schädel von Königin Meresanch III wegen seiner ungewöhnlichen Form auf. Nähere Untersuchungen dieses Schädels legen den Verdacht nahe, dass Königin Meresanch III eine Form des Silent Sinus Syndroms gehabt haben könnte, eine seltene Schädeldeformation, bei der durch eine Abflachung der Kieferhöhle u.a. eines oder beide Augen eingesunken sein können.

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Mikro-CT-Scan des mumifizierten Fötus mit Anenzephalie. © Andrew Nelson, University of Western Ontario

Falkenmumie enthält deformierten menschlichen Fötus

Im Jahr 1925 spendete ein Arzt in Maidstone, einer Stadt im britischen Kent, dem örtlichen Museum eine kleine Mumie. Aufgrund der Form und der Bemalung der Gips-Kartonage, in welcher die Mumie eingehüllt ist, glaubten alle, dass es sich hierbei um eine Falkenmumie handelte. Die alten Ägypter mumifizierten viele Tiere, auch Falken, die den Gott Horus verkörperten. Schon 2016 hatte man bei einem CT-Scan herausgefunden, dass in der Kartonage aber gar kein Falke, sondern ein kleiner Fötus mit traditionell überkreuzten Armen steckte. Neueste Mikro-CT-Scans haben nun gezeigt: Der Fötus hatte eine seltene Fehlbildung, nämlich Anenzephalie.

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Bilder: Paul Burston

Meritamun erwacht nach 2000 Jahren wieder zum Leben

In einem multidisziplinären Ansatz haben Wissenschaftler und Künstler das Gesicht einer ägyptischen Frau ermittelt und wiederhergestellt, deren 2000 Jahre alter Kopf lange in den Kellerregalen einer australischen Universität lag. In weiteren Untersuchungen soll nun noch mehr über das Leben und die Herkunft dieser Frau erforscht werden, vielleicht sogar Details aus ihrem Leben: woher sie stammte, welche Krankheiten sie hatte und wie sie sich ernährte.

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