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Zwei Paviane rechts und links neben einem Udjat-Auge (oben). Foto: Anne Austin

Mumie mit aufwändigen Tattoos in Deir el-Medina

An einer etwa 3000 Jahre alten Mumie entdeckte Anne Austin, Bioarchäologin an der kalifornischen Stanford Universität, eine Reihe von ungewöhnlichen Tätowierungen, die Gegenstände darstellen. Es handelt sich angeblich um die ersten tätowierten Darstellungen von Tieren und Pflanzen auf einer ägyptischen Mumie aus der dynastischen Zeit. Die Tattoos hatten vermutlich eine religiöse Bedeutung.

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Kopf der Mumie Thutmosis III., aus dem Catalogue Général, The Royal Mummies, G.E. Smith 1912, Copyright expired

Das Who-is-who der Mumien: Thutmosis III.

Thutmosis III. (altägyptisch: Djehutimes, Thronname Men-cheper-Re) war das Kind von Thutmosis II. und dessen Nebenfrau Isis. Als sein Vater starb, war Thutmosis III. noch ein kleines Kind. Daher übernahm zunächst seine Stiefmutter, die Große Königliche Gemahlin Hatschepsut, die Regentschaft für ihn. Seine Regierungszeit wird mit 54 Jahren angenommen, wobei während der ersten 22 Jahre Hatschepsut die Regierung führte; erst danach übte er tatsächlich die Alleinherrschaft über Ägypten aus. Er führte eine Vielzahl von Feldzügen, durch die er Ägyptens Grenzen erweiterte und sicherte. Da sein erster Sohn, Amenemhat, noch zu seinen Lebzeiten starb, folgte ihm sein zweiter Sohn Amenophis II., der vermutlich bereits in den beiden letzten Regierungsjahren seines Vaters als Koregent agierte, auf den Thron.

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Die Mumien, die bisher als Thutmosis I. (li) und II. (re) gelistet wurden. Fotos: G. Elliot Smith 1912, Copyright expired

Das Who-is-who der Mumien: Thutmosis II.

Thutmosis II. war der vierte Pharao der 18. Dynastie. Selbst als Kind einer Nebenfrau geboren, heiratete er seine Halbschwester Hatschepsut, in deren Adern reines königliches Blut floss. Aufgrund des Aussehens seiner Mumie und der wenigen Zeugnisse seiner Regierung verbreitete sich die Vermutung, er sei ein Mann von schwächlicher Konstitution gewesen, der früh an einer Krankheit starb. In der Literatur wurde er häufig so dargestellt.
Ebenfalls vermuten viele, dass seine Große Königliche Gemahlin Hatschepsut die eigentliche Macht ausübte, da sie eine starke Frau war, die von sich selbst glaubte, dass ihr Vater Thutmosis I. sowieso lieber sie auf den Thron der beiden Länder gesetzt hätte, wenn sie denn nur ein Mann gewesen wäre. Eventuell also heiratete nicht er sie (wegen der Blutlinie), sondern sie ihn (wegen des Throns) – vermutlich aber hatten beide einen Vorteil von dieser Ehe.
Da nach dem Tod Thutmosis‘ II. der legitime Nachfolger Thutmosis III. noch ein Kind war, übernahm Königin Hatschepsut zunächst die Regentschaft, die sie dann für fast 20 Jahre behielt.

In einer neuen Studie tragen Wissenschaftler des Institus für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich Fakten aus früheren Untersuchungen an 11 Mumien aus der 18. Dynastie zusammen, um deren Identitäten zu überprüfen. Für den hier vorgestellten Thutmosis II. ist die Faktenlage nicht ganz schlüssig.

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Vorbereitung des Mumienscans durch eine Siemens-Partnerin. Foto: Norbert von der Groeben / Stanford University School of Medicine

Ägyptische Mumie mit Sand im Kopf

Ein in der vergangenen Woche an der kaliforischen Stanford Universität durchgeführter CT-Scan einer Mumie brachte ein unerwartetes Ergebnis: Nicht nur, dass das Gehirn im Schädel belassen wurde, es findet sich dort auch eine weitere, dunkle Masse, die vermutlich Sand oder Sediment ist. Dass dies eine Verunreinigung ist, die während der Mumifizierung versehentlich geschah, glauben die Forscher nicht. Dass es aber absichtlich gemacht wurde und es sich hier um ein bisher noch unbekanntes Mumifizierungsverfahren handelt, dafür steht der Beweis auch noch aus.

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Links: Mumifizierter Kopf des Nebiri. Rechts: Beschädigte Kanope für die Lungen. Fotos: Fondazione Museo delle Antichità Egizie di Torino. Mit frdl. Genehmigung von Dr. Raffaella Bianucci.

Mumie zeigt ältesten Fall von Herzversagen

Im Museo Egizio in Turin liegen die Reste eines Mannes, der vor 3500 Jahren starb: der Kopf seiner Mumie und seine inneren Organe, die jedem verstorbenen Ägypter in vier Kanopen (krugähnlichen Gefäßen) mit ins Grab gegeben wurden. Untersuchungen des Kopfes sowie des Lungengewebes zeigen, dass der Mann an chronischer Herzinsuffizienz litt. Ursachen für diese Krankheit können Bluthochdruck, Durchblutungs- oder Stoffwechselstörungen sowie ein Herzklappenfehler sein. In diesem Fall tippen die Forscher auf Bluthochdruck.

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