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Die Mumien, die bisher als Thutmosis I. (li) und II. (re) gelistet wurden. Fotos: G. Elliot Smith 1912, Copyright expired

Das Who-is-who der Mumien: Thutmosis II.

Thutmosis II. war der vierte Pharao der 18. Dynastie. Selbst als Kind einer Nebenfrau geboren, heiratete er seine Halbschwester Hatschepsut, in deren Adern reines königliches Blut floss. Aufgrund des Aussehens seiner Mumie und der wenigen Zeugnisse seiner Regierung verbreitete sich die Vermutung, er sei ein Mann von schwächlicher Konstitution gewesen, der früh an einer Krankheit starb. In der Literatur wurde er häufig so dargestellt.
Ebenfalls vermuten viele, dass seine Große Königliche Gemahlin Hatschepsut die eigentliche Macht ausübte, da sie eine starke Frau war, die von sich selbst glaubte, dass ihr Vater Thutmosis I. sowieso lieber sie auf den Thron der beiden Länder gesetzt hätte, wenn sie denn nur ein Mann gewesen wäre. Eventuell also heiratete nicht er sie (wegen der Blutlinie), sondern sie ihn (wegen des Throns) – vermutlich aber hatten beide einen Vorteil von dieser Ehe.
Da nach dem Tod Thutmosis‘ II. der legitime Nachfolger Thutmosis III. noch ein Kind war, übernahm Königin Hatschepsut zunächst die Regentschaft, die sie dann für fast 20 Jahre behielt.

In einer neuen Studie tragen Wissenschaftler des Institus für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich Fakten aus früheren Untersuchungen an 11 Mumien aus der 18. Dynastie zusammen, um deren Identitäten zu überprüfen. Für den hier vorgestellten Thutmosis II. ist die Faktenlage nicht ganz schlüssig.

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