Fotos: Antikenministerium Ägypten

Hunderte Artefakte in Sakkara gefunden

In der Nekropole der heiligen Tiere in Sakkara hat die dort grabende ägyptische Mission unter Dr. Mostafa Waziri eine ganze Reihe von Artefakten gefunden, gab Minister El-Enany in einer Pressekonferenz am Samstag bekannt. Der Fund sei selbst schon fast ein kleines Museum, meinte er, da mehrere hundert Objekte gefunden wurden in diesem Bubasteion genannten Teil Sakkaras. Erst im letzten Jahr hatte die gleiche Delgation in der Nähe das große und unglaublich gut erhaltene Grab eines Priesters namens Wahtye aus der 5. Dynastie entdeckt (wir berichteten).

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Die Liste der gefundenen Artefakte ist lang: 75 Statuen aus Bronze oder Holz, die Katzen in allen Größen und Formen darstellen, 25 mit Hieroglyphen beschriftete Holzkisten mit darin enthaltenen Katzenmumien, hölzerne Statuen anderer Tiere, z.B. von Apis-Bullen, Mangusten, Ibissen, Falken oder des schakalgestaltigen Gottes Anubis. Weiter ein sehr gut gearbeiteter, großer Steinskarabäus sowie zwei kleinere Skarabäen aus Holz bzw. Sandstein und drei Krokodilstatuen, in denen sich mumifizierte kleine Krokodile befinden.

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Auch eine Vielzahl an Götterfiguren waren darunter, z.B. 73 Bronzestatuen des Gottes Osiris, 6 Holzstatuen von Ptah-Sokar, 11 Darstellungen der löwenköpfigen Göttin Sachmet aus Holz und Fayence und mehrere wunderschön gearbeitete Statuen der Göttin Neith, die die unterägyptische Krone trägt. Schließlich wird noch von einem Relief mit dem Namen des Königs Psammetich I. gesprochen sowie von einer Reihe Kobrastatuen, mehrere Amulette, Mumienmasken aus Holz und Ton sowie einer Kollektion von Papyri, teilweise bemalt mit Zeichnungen der Taweret bzw. Toeris, Schutzgöttin der Schwangeren.

Alle Artefakte sollen aus der 26. Dynastie, also dem 7. vorchristlichen Jahrhundert stammen, in das auch die Regierungszeit von Psammetich I. eingeordnet wird.

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Laut Dr. Waziri sind besonders fünf große Katzenmumien bedeutend, da es sich hierbeit um Löwenjunge handeln könnte. Ein CT-Scan von zwei der Mumien ergab nach Größe und Form der Knochen eine 95%-ige Wahrscheinlichkeit dafür. Weitere Untersuchungen müssten aber noch erfolgen.

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