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Wochenrückblick – keine Feier, keine Nofretete-Mumie, neue Gerüchte ums GEM und neuer Flughafen

Wir befinden uns in der Woche, in der sich das Jubiläum für die Entdeckung von Tutanchamuns Grab zum 100. Mal jährt. Für Luxor anscheinend kein Grund, zu feiern. In Kairo gibt es hingegen neue Gerüchte um das Grand Egyptian Museum, ganz in der Nähe wird der Sphinx-Airport eröffnet und eine neue Kunstinstallation direkt vor den Pyramiden ist noch bis bis Ende November zu sehen. Dahingegen ist die Sound-and-Lightshow an den Pyramiden leider erst einmal nicht mehr zu sehen und Zahi Hawass muss zugeben, dass seine DNA-Analysen an der vermeintlichen Nofretete-Mumie erst einmal gescheitert sind…

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Deutsches Team findet Grab mit acht Mumien in Tuna el-Gebel

Mit einem Jahr Corona-Unterbrechung gräbt ein Team des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover nun in der vierten Saison in Tuna el-Gebel, dem antiken Hermopolis Magna, das im mittelägyptischen Bezirk el-Minya liegt. Die Grabung dient der Erkundung eines Friedhofs aus dem 1.-3. Jh. n.Chr., also aus römischer Zeit. Nun fand man dort ein weitgehend erhaltenes Grab mit bemalten Wänden und mehreren Mumien darin.

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Wochenrückblick – Goodbye altes Museum, Hawass‘ Forderungen, Tempel-Modenshow, Luxor wird grün

In den vergangenen Wochen ist wieder einiges in Ägypten passiert. Zahi Hawass will dieses mal mit einer Petition Objekte wie den Stein von Rosette und die Büste der Nofretete zurück nach Ägypten holen, das alte Museum wird nach der Eröffnung des Grand Egyptian Museums für Renovierungsarbeiten geschlossen, Luxor bekommt solarbetriebene Fahrzeuge und der Hatschepsut-Tempel war Schauplatz einer Modenshow.

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Nennt ein Elfenbeinfragment aus München Semenchkare als Echnatons Mitregenten?

Semenchkare. Ein Name, der schon seit Jahrzehnten für viele Fragezeichen sorgt. Wer ist dieser mysteriöse Pharao, der am Ende der Regentschaft des Ketzerkönigs Echnaton plötzlich aus dem Nichts heraus auftaucht? Stoff für neue Diskussionen bringt ein Glücksfund im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München.

Doch beginnen wir am Anfang, oder besser gesagt am Ende von Echnatons Herrschaft. Dem Pharao, der gemeinsam mit seiner durch die Berliner Büste berühmt gewordene Gemahlin Nofretete die Vielzahl der Götter abschaffte und die Sonnenscheibe Aton als alleinigen Gott ausrief – was im Nachhinein auf wenig Begeisterung stieß. Nach seinem Tod führte sein Sohn (?) Tutanchamun die alten Götter wieder ein und so war nach 17-20 Jahren Aton-Glaube alles wieder beim alten. Der Ketzer und seine Familie wurden verfemt und alle Erinnerungen ausgelöscht. Selbst in den altägyptischen Annalen wurden Echnaton und seine Nachfolger gestrichen oder nicht mehr erwähnt. Ein schlimmer Fluch, konnte man doch ohne seinen Namen nach dem Tode nicht weiterleben. Diese Verfemung war nicht nur für Echnaton& Co ein Dilemma, sondern auch für die heutige Forschung. Die Fundlage aus dieser Zeit und insbesondere aus den späten Jahren von Echnatons Herrschaft ist leider mehr als dürftig.

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