Astronomisches Deckenbild im Dendera-Tempel

Neue Chronologie fürs Alte Reich. Teil 2: Lunardaten und Salbgefäß

Mit Hilfe astronomischer Daten aus der Zeit der Pyramidenbauer versuchen Wissenschaftler der Universitäten Basel, Marburg und Zürich, die Regierungsdaten der Pharaonen jener Zeit festzulegen. Die Abfolge der Herrscher – wer regierte nach wem, wie lange dauerten die einzelnen Regierungsphasen und vor allem: Vor wie vielen Jahren war das genau? – nennt man Chronologie. Viele Historiker und Ägyptologen haben bereits solche Chronologien des pharaonischen Ägyptens aufgestellt. Eine der bekanntesten ist vermutlich die von Jürgen von Beckerath, die allerdings auch schon über 20 Jahre alt ist. Mit drei astronomischen Daten aus dem Alten Reich hat das Team aus Schweizer und deutschen Forschern nun neu gerechnet und ihre Auswertungen im »Journal of Egyptian History« veröffentlicht.

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Foto: Andrea Vinkenflügel

Das Grand Egyptian Museum bittet um Spenden – und erntet viel Kritik

Das Grand Egyptian Museum (GEM) in Gizeh ist ein Projekt der Superlative. Und das verschlingt natürlich auch jede Menge Kosten. Daher startete das Museum Ende Dezember eine Fundraising Kampagne und bittet um Spenden für weitere Bauarbeiten und für die zukünftige Erhaltung des Museums. Doch es gibt viel Kritik, das ewig währende Loch in der Haushaltskasse des GEM mit dieser Methode stopfen zu wollen.

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Astronomische Decke im Dendera-Tempel

Neue Chronologie fürs Alte Reich. Teil 1: Siriusstern und Mondkalender

Wissenschaftler aus der Schweiz und Deutschland haben sich mit der Frage befasst, wie man ausrechnen kann, wann ein astronomisches Ereignis, das in Texten des Alten Reiches festgehalten ist und somit vor 4000-5000 Jahren geschah, nach unserer heutigen Zeitrechnung genau passiert ist. Wenn das gelänge, könnte man einige Daten der Herrscher des Alten Reiches vielleicht genauer bestimmen, als das bisher möglich war. Um die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit zu verstehen, muss man zunächst die unterschiedlichen Kalender und Zählweisen verstehen, die das Alte Reich prägten und die teils deutlich von unserer heutigen Zeitrechnung abweichen. Das ist das Ziel dieses ersten Teils unseres Berichts. Die Forschungsergebnisse selbst, die in einer neuen Chronologie für einen Großteil des Alten Reichs münden, beschreiben wir dann in Teil 2.

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In den Katakomben von Kom el-Shukafa, Alexandria. Bild: Friedrich Graf

Bei den Katakomben von Kom el-Shukafa in Alexandria entsteht ein Freilichtmuseum

Die Katakomben von Kom el-Shukafa gehören zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten in Alexandria. Die Grabanlage entstand im 2. Jh. n. Chr. also in der römischen Epoche, die Motive zeigen aber noch typische Szenen aus der pharaonischen Zeit mit griechisch-römischen Einflüssen. Das Antikenministerium plant nun das Areal zu einem Freilichtmuseum umzubauen, in dem die wichtigsten Funde ausgestellt werden.

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Sarkophag, Archäologisches Nationalmuseum Florenz

Neue Scan-Technik enthüllt verborgene Papyrus-Inschriften

Papyrus war wertvoll in der Antike. Also recycelte man den Papyrus, indem man Fetzen von Papyrus nahm und sie mit Kleister und Gips zu einer Kartonage zusammenklebte. So finden wir heute noch Steuerbescheide, Einkauflisten und andere Schriftstücke in Mumienmasken und -kartonagen. Ein glücklicher Zustand für die Ägyptologen, helfen diese Schriften doch mehr über den Alltag der alten Ägypter herauszufinden. Aber wie kommt man an die Texte, ohne gleich das ganze Objekt zu zerstören? Wissenschaftler in London haben eine neue Methode erforscht, die Papyri zu lesen.

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