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Nordostteil der Minensiedlung Dihmit South mit über 2m hohen Mauern

Minensiedlungen in Dihmit und el-Hisnein müssen dringend geschützt werden

In dem weitgehend unbesiedelten Wüstengebiet östlich des Nasssersees wurden kürzlich zwei Minenareale entdeckt, in denen die alten Ägypter Edelsteine oder seltene Metalle abbauten. Sie errichteten in der Nähe dieser Minen Unterkünfte, Versorgungs- und Verwaltungsgebäude und eine große Schar an Arbeitern hinterließ dort über hunderte von Jahren naturgemäß viele Spuren. Die Altertümerverwaltung und das Antikenministerium haben diese beiden Gebiete bislang noch gar nicht „auf der Rechnung“ und nur eine Handvoll Menschen ist je dort gewesen. Diese antiken Minensiedlungen sollten aber dringend wissenschaftlich untersucht und vor allem geschützt werden, denn moderne „Goldsucher“ sind bereits dabei, dort auf eigene Faust nach Wertvollem zu suchen.

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Siedlungsreste in Wadi el-Hudi. Foto: mit frdl. Genehmigung der Wadi el-Hudi Expedition

Wadi el-Hudi, eine antike Minensiedlung in der Wüste

Das archäologische Team, das seit 2014 im südöstlich von Assuan in der Wüste gelegenen Wadi el-Hudi arbeitet, hat vor wenigen Tagen seine fünfte Grabungssaison beendet. Mehr als 100 Felsinschriften, 14 Stelen und 45 Ostraka (beschriftete Tonscherben) hatten sie bereits in den vorangegangenen Jahren dort gefunden. In der nun beendeten 5. Saison lag der Fokus eigentlich auf dem weiteren Kartographieren der mittlerweile 39 archäologischen Stätten – von denen sie 25 selbst entdeckt haben – sowie dem Erstellen von 3D-Modellen dieser Stätten. Dennoch habe man auch diesmal wieder 22 weitere, überwiegend arabische Inschriften entdeckt, teilte uns Dr. Kate Liszka mit, Professorin an der California State University in San Bernadino und Leiterin der Wadi el-Hudi Expedition. Fotos davon durfte Sie uns allerdings noch nicht zur Verfügung stellen, da diese immer zuerst zum Antikenministerium gehen müssten.

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