Und wieder eine Hiobsbotschaft aus Mittelägypten: Die archäologischen Stätten von Antinoupolis, im englischsprachigen Raum auch als Antinoe bezeichnet, werden gezielt zerstört. Wie im nahe liegenden El-Minya sind es auch hier Anwohner, die den Boden landwirtschaftlich nutzen wollen.
Landwirtschaft an Ejes Grab vereitelt
Immer wieder rücken Anwohner den archäologischen Stätten auf den Pelz, indem sie dort Land in Beschlag nehmen. Mal werden Felder angelegt, mal werden Häuser gebaut, manchmal wird auch nur „Material“ abgetragen, weil man es woanders brauchen kann (die Pyramiden können ein Lied davon singen). Zuletzt ging ein Aufschrei um die Welt, als in Dashur der Bau eines Friedhofs auf einer antiken Begräbnisstätte und in Sichtweite der Schwarzen Pyramide begonnen wurde. Jetzt wurde in der mittelägyptischen Stadt El-Minya gerade noch rechtzeitg ein ähnliches Vordringen gestoppt.
Souvenirverkäufer sperren die Straße zum Tal der Könige
Wer heute ins Tal der Könige oder zum Hatschepsuttempel wollte, hatte Pech: Die Händler der vielen Andenkenstände vor diesen beiden Hauptattraktionen Luxors sperrten die Zugangsstraße ab. Sie protestieren damit gegen die unvermindert hohen Standgebühren, die sie nach dem anhaltenden Touristeneinbruch nun nicht mehr zahlen können.
Haushaltsloch stopfen durch Vermietung des Sphinx? Verrückter Vorschlag abgelehnt
Ägyptens Antikenministerium hat eine über das Finanzministerium eingereichte Anfrage abgelehnt, ob man zur Deckung des Haushaltsdefizits nicht die bekanntesten Monumente des Landes an große Touristikunternehmen vermieten könne.
Tuts goldenes Bett bald im neuen Ägyptischen Museum bei den Pyramiden
Fünf Artefakte aus der Tutanchamun-Sammlung, die mehrere Jahre in den USA und Japan unterwegs waren, werden nun in das halbfertige Große Ägyptische Museum (GEM, Grand Egyptian Museum) auf das Giza Plateau gebracht, wie Ahram Online berichtet. Es handelt sich um das goldene Bett des Pharaos sowie ein schlichtes Schmuckkästchen und drei winzige Holzbarken, die nun im bereits fertig gestellten Konservatorium des geplanten Neubaus restauriert werden sollen. Nach der für 2015 geplanten Eröffnung sollen sie dann in der Tutanchamun-Halle des neuen Museums ausgestellt werden. Mit 7500 qm wird die Ausstellungsfläche für die Tut-Sammlung im Großen Ägyptischen Museum Giza erheblich größer sein, als die jetzt im Kairoer Museum dafür vorgesehene Fläche.


