Auf einer 5000 Jahre alten Mumie sind die ältesten figürlichen Tattoo-Darstellungen der Welt entdeckt worden. Auf dem Oberarm einer männlichen Mumie aus Gebelein befinden sich Darstellungen eines wilden Bullen und eines Mähnenschafs. Auf der Haut einer zweiten, weiblichen Mumie befinden sich lineare und s-förmige Motive auf Oberarm und Schulter.
Erbgut der Ägypter hat sich in 1500 Jahren verändert
Eine neue Studie deutscher Forscher belegt, dass die Genome altägyptischer Mumien mehr mit Menschen im Nahen Osten und an der östlichen Mittelmeerküste zu tun haben, die heutigen Ägypter aber mehr mit den Menschen des südlichen Afrikas verwandt sind. Demnach hat sich der Genpool der Ägypter in den letzten 1500 Jahren stark verändert.
Mumien-Cachette in Tuna el-Gebel entdeckt
Ein Team der Kairoer Universität hat in der archäologischen Stätte Tuna el-Gebel, nahe el-Minya in Mittelägypten, eine sensationelle Entdeckung gemacht: ein Mumienversteck – eine sogenannte Cachette – mit einer ganzen Reihe gut erhaltenen Mumien darin. Die Mumien stammen vermutlich aus der Spätzeit und sind wohl alle nicht-königlicher Herkunft. Es dürfte sich also um hochgestellte Beamte oder wichtige Bürger der damaligen Zeit handeln.
Waren ägyptische Topfbestattungen ein Symbol der Wiedergeburt?
Einbalsamierung und Mumien – damit verbinden wir den Glauben an das ewige Leben der alten Ägypter. Doch nicht jeder konnte sich eine teure Mumifizierung leisten. Die armen Menschen mussten ihre lieben Verstorbenen im Wüstensand begraben. Kinder, Säuglinge und Fötusse sind im alten Ägypten häufig in Töpfen bestattet worden. So genannte Topfbestattungen galten lange Zeit als Begräbnisse der Ärmsten in der Bevölkerung Ägyptens. Dem sei mitnichten so, wie eine neue Studie von Ronika Power der Cambridge Universität und Yann Tristant der Macquarie Universität in Australien belegt. Vielmehr seien die Töpfe Symbole der Wiedergeburt gewesen, in denen auch Erwachsene und Wohlhabende ihr neues Leben nach dem Tod antreten konnten.
Proteine verraten die Krankheiten 4200 Jahre alter Mumien
Ein internationales Forscherteam hat Haut- und Muskelgewebe von 4200 Jahre alten Mumien auf bestimmte Proteine hin untersucht und dabei Hinweise auf Krankheiten gefunden, die zum Tod dieser Menschen geführt haben könnten. Die vor wenigen Tagen im Wissenschafts-Journal »Philosophical Transaction of the Royal Society A« veröffentlichte Studie zeigt, dass die Mumien an Entzündungen, bestimmten Immunreaktionen und vermutlich auch an Krebs litten.




