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Das neu eröffnete Grab Nachtamuns in Deir el Medinah. Bild: LuxorTimes

Neues Grab in Deir el Medinah für Besucher geöffnet

Von den Medien weitestgehend unbemerkt wurde Mitte Februar das Grab des Nachtamun (TT335) in Deir el Medinah für Besucher eröffnet. Und kaum war es geöffnet, gab es schon erste Gerüchte, dass es wieder geschlossen wird. Der Grund sind ein paar fiese hohe Stufen, die in das Grab führen.

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Zwei Paviane rechts und links neben einem Udjat-Auge (oben). Foto: Anne Austin

Mumie mit aufwändigen Tattoos in Deir el-Medina

An einer etwa 3000 Jahre alten Mumie entdeckte Anne Austin, Bioarchäologin an der kalifornischen Stanford Universität, eine Reihe von ungewöhnlichen Tätowierungen, die Gegenstände darstellen. Es handelt sich angeblich um die ersten tätowierten Darstellungen von Tieren und Pflanzen auf einer ägyptischen Mumie aus der dynastischen Zeit. Die Tattoos hatten vermutlich eine religiöse Bedeutung.

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Der Schädel von Kha. Die Pfeile zeigen auf die Überreste des Gehirns. Anhand der Nasenknochen können die Forscher erkennen, dass er zu Lebzeiten eine Hakennase gehabt haben muss. Auf seiner Nase haben die Einbalsamierer den Kopf einer Schlange aus Stein gelegt (Pfeil rechtes Bild). Eine massive ovalförmige Platte (ein Amulett?) ist über dem Ehrengold sichtbar, das Kha einst für besondere Dienste erhalten hat. Das Ehrengold besteht aus mehreren Goldplatten. An seinen Ohren hängen Ohrringe aus ca. 1mm dickem Blattgold.

Reiche Adlige einbalsamiert mit Fischöl

Ein Grab, das die Jahrtausende bis in die heutige Zeit ungeöffnet überstanden hat, ist immer eine archäologische Sensation. 1906 wurde auf dem Westfriedhof von Deir el-Medina ein solches Grab gefunden, in dem der königliche Baumeister Kha und seine Frau Merit begraben lagen. Ihre Mumien gaben Wissenschaftlern bisher Rätsel auf, da den Körpern entgegen der damals üblichen Mumifizierungspraxis nicht die inneren Organe und das Gehirn entnommen worden waren. Konnte es sein, dass ein so bedeutender Beamter keine ordentliche Einbalsamierung erhalten hatte? Und was war das für eine schwarzglänzende Masse, mit der die äußeren Sarkophage überzogen waren? Hatte man sie mit Bitumen gegen Feuchtigkeit abdichten wollen? Diesen Fragen wollte ein Forscherteam um Frank Rühli und Michael Habicht von der Universität Zürich mit einer neuen Untersuchung nachgehen. Nach früheren Durchleuchtungen 1966 und 2001 wollte man eine erneute Röntgenuntersuchung mit modernster Technik durchführen; zusätzlich sollten aber erstmals auch chemische Analysen der Einbalsamierungssubstanzen und der Beschichtung der Sarkophage vorgenommen werden.

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Das Arbeiterdorf Deir el Medinah in Theben-West

Arbeiter in Deir el Medinah waren gut versorgt

Dass Archäologie sowohl anstrengend als auch abenteuerlich sein kann, musste Anne Austin im Jahr 2012 am eigenen Leib erfahren. Für ihre Forschungen musste sie zu unwegsamen Gräbern im Arbeiterdorf Deir el-Medinah in Theben-West klettern. Dort erwarteten sie Schwärme von Ratten und Fledermäusen und anstelle von Mumien, fand sie oft nur noch die Knochenreste der Arbeiter vor, die einst an den Gräbern der Pharaonen arbeiteten. Doch zumindest dies kam der Osteo-Archäologie (das Studium von antiken Knochen) positiv entgegen, denn die Arbeit an den Knochen erleichterte Austin ihre Forschungen. Wie lebten die Arbeiter in Deir el-Medinah? Wie gut war ihre Gesundheit und wie wurden sie versorgt? Die Antworten ihrer Fragen geben uns ein umfassendes Bild über Gesundheitsvorsorge und gesellschaftlichen Umgang im Arbeiterdorf wieder.
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